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Polizeieinsatz

Kampfsport-Posen auf Straße: 19-Jähriger prügelt Polizist ins Spital

Kampfsport-Posen auf Straße: 19-Jähriger prügelt Polizist ins Spital
FOTO: iStock/Backiris
2 Min. Lesezeit |

Kampfsportbewegungen und lautes Grölen auf offener Straße – was als Polizeikontrolle begann, endete mit einem verletzten Beamten und einem gefesselten 19-Jährigen.

Eine Gruppe von vier Jugendlichen erregte in der Adalbert-Stifter-Straße die Aufmerksamkeit von Beamten der Polizeiinspektion Vorgartenstraße. Zwei der jungen Personen fielen durch lautes Grölen und das Ausführen von Kampfsportbewegungen im öffentlichen Raum auf. Als die Polizisten die Gruppe zum Stehenbleiben aufforderten, ergriffen die Teenager die Flucht, wurden jedoch kurz darauf von den Einsatzkräften eingeholt.

Während der folgenden Amtshandlung eskalierte die Situation. Zwei der Jugendlichen zeigten sich derart aggressiv, dass zusätzliche Polizeikräfte angefordert werden mussten. Ein 17-Jähriger beleidigte die Beamten verbal und näherte sich ihnen wiederholt in bedrohlicher Weise. Als die Polizisten ihn auf Distanz zu halten versuchten, schaltete sich ein 19-jähriger russischer Staatsangehöriger ein, der die Einsatzkräfte anschrie und bedrohte.

Gewaltsame Festnahme

Bei der anschließenden Festnahme wehrte sich der 19-Jährige vehement. Er attackierte die Polizisten mit Schlägen und Tritten, sodass er nur durch den Einsatz von körperlicher Gewalt sowie Hand- und Fußfesseln unter Kontrolle gebracht werden konnte. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass gegen den jungen Mann bereits mehrere offene Vorführungsbefehle zum Antritt einer Ersatzfreiheitsstrafe aufgrund früherer Verwaltungsübertretungen vorlagen.

Im Verlauf des Einsatzes erlitt ein Polizeibeamter eine Beinverletzung, die eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich machte.

Bei den offenen Vorführungsbefehlen gegen den 19-Jährigen handelte es sich um nicht angetretene Ersatzfreiheitsstrafen für mehrfache Verwaltungsübertretungen, wie aus Polizeikreisen verlautbart wurde. Solche Befehle werden in Österreich ausgestellt, wenn verhängte Geldstrafen nicht bezahlt werden und der Betroffene die alternative Haftstrafe nicht freiwillig antritt.

Der Vorfall reiht sich in eine beunruhigende Entwicklung ein. Laut aktueller Polizeistatistik wurden allein in Wien im Jahr 2023 bereits über 60 Übergriffe auf Exekutivbeamte mit Verletzungsfolge registriert. Die Zahlen zeigen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine steigende Tendenz, was die Gewerkschaft der Polizei wiederholt zum Anlass genommen hat, bessere Schutzausrüstung und strengere Strafen für Angriffe auf Beamte zu fordern.

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KO KOSMO-Redaktion
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