Regionale Preisschere bei Energiekosten: Während manche Österreicher bei Strom sparen, müssen andere tief in die Tasche greifen – besonders Gaskunden trifft es hart.
Die Netzentgelttarife für Strom und Gas in Österreich wurden mit Jahresbeginn neu gestaltet, was für viele Verbraucher spürbare finanzielle Auswirkungen hat. Besonders Gaskunden müssen 2026 mit deutlich höheren Netzkosten rechnen als im Vorjahr. Die Mehrbelastung trifft Haushalte je nach Region unterschiedlich stark: In Niederösterreich, Kärnten, der Steiermark und dem Burgenland steigen die jährlichen Kosten um durchschnittlich 100 bis 140 Euro. Verbraucher in den übrigen Bundesländern werden mit zusätzlichen Ausgaben zwischen 29 und 85 Euro pro Jahr belastet.
Die markanten regionalen Unterschiede haben verschiedene Ursachen, wie E-Control-Chef Wolfgang Urbantsitsch erklärt. Bei Gas liegt das Hauptproblem darin, dass die Wartungskosten für die Infrastruktur auf immer weniger Kunden umgelegt werden müssen, da die Zahl der Gasverbraucher kontinuierlich sinkt.
⇢ Wirtschafts-Schock: Exporte brechen ein – jetzt zittern Tausende Jobs
Regionale Preisunterschiede
Beim Strom zeigt sich ein differenzierteres Bild mit regionalen Preisunterschieden. Anders als beim Gas ist der Stromverbrauch nicht rückläufig. Zudem mussten die Netze nicht nur instand gehalten, sondern auch für neue Anforderungen wie die Einspeisung aus Photovoltaik-Anlagen ausgebaut werden.
Im Burgenland etwa müssen Haushalte mit einem durchschnittlichen Preisanstieg von 58 Euro jährlich rechnen. In Niederösterreich, Oberösterreich und Tirol bewegen sich die Erhöhungen zwischen 9 und 36 Euro pro Jahr. Erfreulich für Verbraucher in anderen Bundesländern: Dort sinken die Stromnetzkosten sogar – Salzburger Haushalte sparen beispielsweise rund 36 Euro im Jahr.
Temporäre Entlastung
Eine temporäre Entlastung erfahren Stromkunden durch die Reduzierung der Elektrizitätsabgabe im Jahr 2026. Diese Maßnahme soll einem durchschnittlichen Haushalt Einsparungen zwischen 40 und 60 Euro bringen.
Diese Entlastung gilt jedoch ausschließlich für dieses Jahr.