Ein Feuerwerk als Willkommensgruß – doch statt Jubel folgte ein Großbrand. Jetzt sitzt der Verursacher in Untersuchungshaft.
Ein 38-jähriger Bautechniker aus Split sitzt seit Kurzem in Untersuchungshaft – er soll mit Feuerwerk einen Großbrand auf der Gorica sv. Vlaha bei Dubrovnik ausgelöst haben. Der zuständige Untersuchungsrichter des Bezirksgerichts Dubrovnik ordnete die Haft an. Gerichtssprecher Pero Miloglav begründete die Entscheidung mit der ausgeprägten Rücksichtslosigkeit des Verdächtigen sowie einem hohen Maß an krimineller Energie, das dieser durch sein Verhalten an den Tag gelegt habe.
Zudem bestehe die Gefahr, dass er bei einer milderen Maßnahme erneut straffällig werden könnte. Nach dem Strafgesetzbuch drohen ihm für die Gefährdung von Leben und Eigentum durch eine gemeingefährliche Handlung zwischen sechs Monaten und fünf Jahren Haft. Das Brandschutzgesetz sieht für vorsätzliche Brandstiftung darüber hinaus Geldstrafen zwischen knapp 2.000 und fast 20.000 Euro oder eine Freiheitsstrafe von bis zu 60 Tagen vor.
Geständnis und Reue
Wie die Zeitung Dubrovacki dnevnik berichtet, hat der Mann im Zuge der Ermittlungen gestanden, das Feuerwerk gezündet zu haben. Gegenüber der Polizei erklärte er, er habe damit die Rückkehr seiner Vorgesetzten aus dem Krankenhaus feiern wollen. Dem Untersuchungsrichter gegenüber zeigte er sich reumütig: Es tue ihm alles leid, und er versicherte, so etwas werde ihm nicht noch einmal einfallen.
Sein Verteidiger argumentierte, es bestehe keinerlei Wiederholungsgefahr – sein Mandant würde auf freiem Fuß keine weiteren Straftaten begehen. Das Feuer brach in der Nacht vom 11. auf den 12. August aus. Trotz starken Winds hatte der Mann im Bereich der Gorica sv. Vlaha Feuerwerk abgefeuert, woraufhin sich die Flammen rasch ausbreiteten und nahegelegene Wohngebäude bedrohten.
22 Berufsfeuerwehrleute der Dubrovniker Feuerwehr sowie vier Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Zaton kämpften gegen das Feuer – gegen 1.45 Uhr hatten sie es schließlich unter Kontrolle. Rund 6.000 Quadratmeter dichter Kiefernwald und niedrige Buschvegetation fielen den Flammen zum Opfer.
Kameraaufnahmen als Beweis
Entscheidend für die Ermittlungen waren Aufnahmen von Überwachungskameras. Laut Dubrovacki dnevnik ist darauf zu sehen, wie der 38-Jährige mit seinem Auto von einem Gastronomiebetrieb zur Gorica sv. Vlaha fuhr und dort eine Kiste mit Feuerwerk aufstellte. Wenige Minuten vor Mitternacht zündete er die erste Garnitur – Gäste eines nahe gelegenen Lokals traten vor die Tür, um das Spektakel zu verfolgen, doch nach kaum einer Minute war es vorbei.
Kurz darauf kehrte der Mann zurück und zündete ein weiteres Feuerwerk. Unmittelbar danach brach das Feuer aus, das der Wind rasch anfachte und weitertrug. Trotz allem meldete sich der Verdächtige nach dem Brand nicht von sich aus bei der Polizei.
Die Ermittler brauchten zehn Tage und den Einsatz mehrerer Beamter, um ihm auf die Spur zu kommen – unterstützt durch die Kameraaufnahmen als zentrales Beweismittel. Am Ende ordnete der Untersuchungsrichter Haft an: wegen des dringenden Verdachts, durch eine gemeingefährliche Handlung Leib und Leben sowie fremdes Eigentum in erhebliche Gefahr gebracht zu haben.