Der Skandal um kontaminiertes Fleisch in Kebab-Ständen hat europaweit für Schlagzeilen gesorgt. Ein vorwiegend aus Polen stammendes, minderwertiges Fleischprodukt verursachte in zahlreichen österreichischen Imbissständen gesundheitliche Probleme.

Nun hat die Staatsanwaltschaft Klagenfurt ihre Untersuchungen beendet, und die Ergebnisse werfen ein ernüchterndes Licht auf den Vorfall.
Gammelfleisch aus Polen
Im vergangenen Jahr führte der Verzehr dieser Billigprodukte zu 27 Erkrankungen und einem Todesfall in Kärnten, der von der Justiz besonders intensiv untersucht wurde. Die Ermittlungen zeigten, dass das Gammelfleisch aufgrund unzureichender Lagerbedingungen und mangelhafter Kontrollen mit Salmonellen verseucht war.
Der verhängnisvolle Imbiss
Ein 63-jähriger Mann gönnte sich 2023 ein Hühnerkebab bei einem Anbieter im Bezirk Villach-Land. Kurz nach dem Verzehr fühlte er sich unwohl, zögerte jedoch zunächst, ärztliche Hilfe aufzusuchen. Doch seine Entscheidung, abzuwarten, erwies sich als fatal. Wie Laborbefunde eindeutig bestätigten, starb der Mann schließlich an einer Salmonellenvergiftung.
Ermittlungen gegen den Betreiber
Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt leitete nach dem tragischen Vorfall Ermittlungen gegen das Betreiberpaar des Kebab-Standes ein. Inzwischen sind diese Untersuchungen abgeschlossen. Auch die Gutachten der Gerichtsmedizin sowie zur Lebensmittelsicherheit liegen nun vor.
Fragen zur Verantwortung
„Für uns ist nach Abschluss der Ermittlungen zu klären, warum sein Tod eingetreten ist und ob er den Betreibern zuzurechnen ist“, erklärte Markus Kitz von der Staatsanwaltschaft. Laut dem gerichtsmedizinischen Gutachten liegt die Sterblichkeitsrate durch Salmonellen bei 0,1 Prozent. Besonders gefährdet sind jedoch immungeschwächte Menschen, Kleinkinder oder ältere Personen mit Vorerkrankungen.
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Hinweise auf Hygienemängel
Im Lokal des Kebab-Anbieters wurden mehrere Verunreinigungen entdeckt, unter anderem im Fleisch. Zwar sterben Salmonellen bei hohen Brattemperaturen ab, doch der Verdacht auf Hygienemängel bleibt bestehen. Es wird vermutet, dass dadurch die tödlichen Bakterien in die Mahlzeit gelangten. Entsprechende Spuren sollen ebenfalls gefunden worden sein. Den Betreibern drohen nun drei Jahre Haft.