Start POLITIK Erneut im Parlament: Rückkehr von Peter Pilz löst heftige Kritik aus
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Erneut im Parlament: Rückkehr von Peter Pilz löst heftige Kritik aus

Nach Rücktritt möchte Peter Pilz erneut ins Parlament. (Foto: Parlamentsdirektion/Bildagentur Zolles KG/ Mike Ranz)

Die Liste Pilz hat bei einer Pressekonferenz angekündigt, dass Peter Pilz wieder in den Nationalrat einziehen wird. Neos-Chef Matthias Strolz und FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky haben harsche Kritik an der Rückkehr geübt.

Im Vorjahr trennte sich Peter Pilz von den Grünen. Mit seiner eigenen Liste schaffte er den Einzug in den Nationalrat. Doch dann überschatteten negative Schlagzeilen seine politische Karriere.

Nach Bekanntwerden von Vorwürfen der sexuellen Belästigung, trat Peter Pilz zurück. Danach wurde bereits gerätselt wie sich die Partei nennen soll. Am Sonntag hielt jedoch die Liste Pilz eine Pressekonferenz ab und verkündete, dass der Partei-Chef zurückkehren werde. Somit wäre auch die Frage nach dem Parteinamen beantwortet.

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Dass seine Rückkehr nicht nur Beifall ernten wird, zeigen die Reaktionen seiner Kollegen. “Ich finde, solange Peter Pilz diese Vorwürfe, die gegen ihn im Raum stehen, nicht ausgeräumt hat, solange hat er in der Volksvertretung, im Hohen Haus nichts zu suchen”, sagte Matthias Strolz in einer Pressekonferenz. “Das ist meine persönliche Sicht der Dinge. Das sage ich als Vater von drei Töchtern und als Bürger dieser Republik.”

Auch der FPÖ-Politiker Harald Vilimsky, der die Liste Pilz bei einer Pressekonferenz als “Belästigungsgrüne, die unter dem Segel des Peter Pilz unterwegs sind” bezeichnete, kritisierte die angekündigte Rückkehr. Damit würden die strengen Maßstäbe, die Pilz anfangs mit seinem Mandatsverzicht an sich selbst legte, nun nicht mehr gelten, berichtet “nachrichten.at”.

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Des Weiteren nannte Vilimsky Peter Pilz einen “Justizflüchtling”, da er zahlreiche offene Verfahren habe, wegen übler Nachrede, Verdacht der Verleumdung oder wegen verbotener Veröffentlichung. Laut Vilimsky würde Pilz durch den Wiedereinzug die parlamentarische Immunität erhalten und sich so den Verfahren entziehen.

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