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Antisemitismus

Explosionen nach Anschlag auf Synagoge: Rettungsfahrzeuge in Flammen

Explosionen nach Anschlag auf Synagoge: Rettungsfahrzeuge in Flammen
(FOTO: EPA / ANDY RAIN)
2 Min. Lesezeit |

Explosionen, Flammen, Scherbenhaufen – ein Anschlag in London trifft eine jüdische Gemeinde mitten ins Herz.

In der Nacht auf Montag kam es im Londoner Bezirk Barnet zu einem Brandanschlag auf eine Synagoge sowie auf vier Einsatzfahrzeuge der jüdischen Hilfsorganisation Hatzola. Die Polizei stuft die Tat als antisemitisches Hassverbrechen ein. Einsatzkräfte wurden nach Golders Green gerufen, einem Vorort im Londoner Bezirk Barnet, der als bedeutendes Zentrum jüdischen Lebens in London gilt.

Als Vorsichtsmaßnahme wurden umliegende Wohnhäuser evakuiert. Verletzte gab es nach bisherigen Angaben keine, die Brände konnten gelöscht werden.

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Starmers Verurteilung

Der britische Premierminister Keir Starmer reagierte mit scharfer Verurteilung. „Dies ist ein zutiefst schockierender antisemitischer Brandanschlag“, erklärte Starmer. Seine Gedanken seien bei der jüdischen Gemeinde, die an diesem Morgen mit dieser schrecklichen Nachricht aufwache. Antisemitismus habe keinen Platz in der Gesellschaft.

Bei den zerstörten Fahrzeugen handelte es sich um Einsatzwagen von Hatzola, einem gemeinnützigen Freiwilligendienst, der bei medizinischen Notfällen in der jüdischen Gemeinschaft aktiv ist. Die Feuerwehr berichtete, dass an den Fahrzeugen montierte Gasflaschen explodierten und dabei in einem angrenzenden Wohnblock Fensterscheiben zu Bruch gingen. Insgesamt waren 40 Feuerwehrleute im Einsatz.

Drei Tatverdächtige

Auch die Polizei bestätigte, Explosionen wahrgenommen zu haben, und führte diese auf die Gasflaschen zurück. Die leitende Polizeibeamtin Sarah Jackson gab an, dass derzeit von drei Tatverdächtigen ausgegangen werde. Festnahmen seien bislang jedoch keine erfolgt.

Jackson zufolge werden gegenwärtig Aufnahmen von Überwachungskameras ausgewertet; darüber hinaus sei die Behörde auf im Internet kursierende Videos aufmerksam geworden. Die Polizei kündigte verstärkte Streifentätigkeit in der betroffenen Gegend an und rief die Bevölkerung auf, sachdienliche Hinweise zu melden.

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KO KOSMO-Redaktion
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