Ein Neugeborenes, ein Familienhund, eine Tragödie: In Michigan erschüttert ein Fall die Öffentlichkeit, der viele Fragen aufwirft.
Ein fünf Tage altes Neugeborenes ist in Michigan an den Folgen eines Hundeangriffs gestorben. Das Kind schlief in seinem Babybett, als der Hund der Familie in dem Haus in Novi bei Detroit plötzlich angriff, das Bett umwarf und das Baby attackierte. Bei dem Tier handelte es sich um einen mittelgroßen Mischlingshund, den die Eltern erst wenige Monate zuvor aus einem Tierheim geholt hatten.
Am Dienstagmorgen, dem 17. März, kehrte ein Familienmitglied nach Hause zurück und fand das Kind leblos vor. In einem nahegelegenen Krankenhaus wurde der Tod des Säuglings festgestellt.
Großmutter am Boden
Linda French, die Großmutter des getöteten Kindes, ist tief erschüttert. Gegenüber dem US-amerikanischen Fernsehsender WXYZ äußerte sie: „Dieses Baby hätte niemals allein gelassen werden dürfen.“ Sie habe ihre Enkelin nie persönlich kennengelernt. „Ich bin einfach nur … Gott, ich bin am Boden zerstört.“
Der Hund, der das Kind angriff, war zuvor als Straßenhund aufgegriffen und aus einem Tierheim adoptiert worden. Berichten zufolge soll das Tier auch Linda French bereits früher angegriffen haben.
Eltern in der Kritik
French machte in ihren Aussagen deutlich, dass sie die Eltern für die Gefährdung ihrer Kinder verantwortlich macht. „Sie kennen diesen Hund nicht genau. Sie wissen nicht, woher er kommt“, sagte sie. Wie viele Kinder sich zum Zeitpunkt des Angriffs im Haus befanden, ließ sie offen.
Die Behörden machten keine Angaben zur Rasse des Tieres. Der Hund wurde nach dem Vorfall eingeschläfert. Die Ermittlungen der Polizei dauern an, eine mögliche Anklageerhebung war zunächst offen.