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Betrugsmasche

Fake-Makler kassiert 110.000 Euro – Opferzahl steigt

Fake-Makler kassiert 110.000 Euro – Opferzahl steigt
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ein 37-jähriger Mann hat über mehrere Monate hinweg in Wien durch fingierte Wohnungsvermittlungen zahlreiche Personen betrogen. Laut Polizeiangaben täuschte er vor, Wohnungen vermitteln zu können und kassierte dafür Provisionen.

Um sein betrügerisches Netzwerk aufzubauen, half er anfangs tatsächlich einigen Personen bei der erfolgreichen Wohnungssuche, wodurch er sich in bestimmten Kreisen einen seriösen Ruf erarbeitete. Die Ermittler machen ihn für insgesamt 23 Betrugsfälle verantwortlich, bei denen ein erheblicher finanzieller Schaden entstanden ist.

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Ausgeklügelte Betrugsmasche

Der Betrüger arbeitete mit ausgeklügelten Methoden, um seine Glaubwürdigkeit zu untermauern. Bei auftretenden Problemen zahlte er in Einzelfällen sogar Geld zurück. In späteren Phasen seiner Betrugsmasche legte er den Opfern Wohnungspläne vor, die er unter dem Vorwand, Architekturstudent zu sein, von einer Genossenschaft erschlichen hatte.

Die Geldübergaben erfolgten entweder in bar oder durch Überweisungen auf zwei Konten, die er unter dem falschen Namen „Johannes Berg“ eingerichtet hatte. Gegenüber den Geschädigten gab er sich als Mitarbeiter einer Wohnungsgenossenschaft aus.

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Wiederholungstäter verhaftet

Für die Ermittlungsbehörden ist der Mann kein Unbekannter. Bereits im Vorjahr wurde gegen ihn wegen ähnlicher Betrugsfälle ermittelt. Damals konnten ihm 27 Straftaten mit einem Gesamtschaden von etwa 50.000 Euro nachgewiesen werden. Im aktuellen Verfahren beläuft sich der bislang dokumentierte Schaden auf rund 110.000 Euro.

Bei seiner Vernehmung legte der 37-Jährige ein Geständnis ab und führte seine Spielsucht als Tatmotiv an.

Derzeit befindet er sich in Untersuchungshaft.