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Preisschock

Fan-Aufstand wirkt: FIFA knickt bei WM-Wucher ein – doch ein Haken bleibt

Fan-Aufstand wirkt: FIFA knickt bei WM-Wucher ein – doch ein Haken bleibt
FOTO: EPA/ANNABELLE GORDON
3 Min. Lesezeit |

Die FIFA reagierte auf den internationalen Aufschrei über die hohen Ticketpreise für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA. Auf ihrer Website verkündete der Weltverband die Einführung eines neuen „Basisrangs“, der für sämtliche 104 Turnierspiele – einschließlich des Finales – limitierte Tickets zum Festpreis von 60 US-Dollar (51 Euro) bereitstellt.

Der Haken an der Sache: Die Verteilung dieser begehrten Karten liegt in den Händen der nationalen Fußballverbände. Diese müssen sicherstellen, dass ausschließlich treue Anhänger, die ihre Nationalmannschaften regelmäßig begleiten, in den Genuss dieser vergünstigten Tickets kommen.

Jeder Landesverband, darunter auch der ÖFB, erhält von der FIFA ein Kontingent von acht Prozent der jeweiligen Stadionkapazität. Davon sind 40 Prozent für die Standard-Kategorie reserviert und lediglich zehn Prozent für den neu geschaffenen Basisrang. Insgesamt macht der Anteil der günstigen 51-Euro-Tickets pro Partie somit magere 1,6 Prozent aus. Beim Duell gegen Argentinien in Dallas entspräche dies gerade einmal 1.504 Plätzen beziehungsweise 752 Karten für österreichische Fans.

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Preisexplosion bei WM-Tickets

Der finanzielle Aufwand für Anhänger, die dem Turnier beiwohnen möchten, stellt ein gravierendes Problem dar. Flugtickets, Hotelübernachtungen und Transportkosten belasten die Reisekasse im Land der unbegrenzten Möglichkeiten erheblich. Dies gilt ebenso für die Eintrittskarten selbst. Während bei der EM in Deutschland die günstigste der drei Preiskategorien noch für 30 Euro zu haben war, sieht die Situation in den USA völlig anders aus.

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Unerschwingliche Summen

Dort kostet das Standard-Ticket für eine Partie mit österreichischer Beteiligung satte 324 Euro, für das Highlight gegen Argentinien sogar 426 Euro. Im Budget-Bereich werden einige Karten für 120 beziehungsweise 226 Euro angeboten. Wer einen Platz abseits des Oberrangs ergattern möchte, muss für das Argentinien-Spiel 600 Euro berappen – Summen, die für den Großteil der Fans schlichtweg unerschwinglich sind.

Besonders hart trifft dies Anhänger aus Nationen, deren Wohlstandsniveau deutlich unter dem österreichischen liegt.

Neue Kategorie

Entsprechend heftig fiel der weltweite Protest aus, der die FIFA letztlich zur Einführung des neuen „Basisrangs“ bewogen hat. Für alle 104 Spiele – einschließlich des Finales – werden zwar einige Tickets zum Fixpreis von 60 US-Dollar (51 Euro) angeboten. Doch das Angebot hat einen Haken.

Über die Vergabe dieser Karten entscheiden die jeweiligen nationalen Fußballverbände. Sie sollen sicherstellen, dass die Tickets ausschließlich an besonders treue Anhänger gehen, die ihre Nationalmannschaften regelmäßig begleiten.

Jeder Verband – auch der ÖFB – erhält von der FIFA ein Kontingent von acht Prozent der jeweiligen Stadionkapazität. Davon sind 40 Prozent der Standardkategorie und lediglich zehn Prozent dem neuen Basisrang zugeordnet. Damit entfallen pro Spiel insgesamt nur 1,6 Prozent der Tickets auf die 51-Euro-Kategorie.

Beim Spiel gegen Argentinien in Dallas wären das lediglich 1.504 Plätze – also rund 752 Tickets für österreichische Fans.