Start NEWS POLITIK „Freitesten“ vom Tisch – Jetzt kommen „Eintrittstests“
LOCKDOWN BIS 24. JÄNNER

„Freitesten“ vom Tisch – Jetzt kommen „Eintrittstests“

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(FOTO: iStock)

Das von der Regierung geplante vorzeitige „Freitesten“ aus dem Lockdown wurde gestern durch ein Veto der Opposition blockiert. Doch es gibt schon einen neuen Plan: „Eintrittstestungen“.

Am gestrigen Montag wurde die Verlängerung des Lockdowns in ganz Österreich bis inklusive 24. Jänner durch die Opposition besiegelt. Denn die anderen Parteien legten ein Veto gegen das von der Regierung geplante vorzeitige „Freitesten“ aus dem Lockdown ab dem 18. Jänner ein. Doch nun dürften sich Bund und Länder auf eine in der Praxis ähnliche Teststrategie geeinigt haben: Das „Eintrittstesten“.

„Eintrittstests“ statt „Freitesten“
Anstatt sich von Lockdown-Regeln freitesten zu können, soll es künftig „Eintrittstestungen“ geben. Konkret bedeutet das: Wenn jemand in ein Konzert oder Museum möchte, so muss er einen negativen Corona-Test vorlegen. Wie alt dieser sein darf und wer befugt ist, diesen durchzuführen, muss noch geklärt werden. 

Gerade in der Frage der Kontroll-Befugnisse hatte es bei der Planung der „Freitests“ von manchen Seiten heftige Debatten gegeben.

Großteils Unterstützung für neue Teststrategie
Auch vonseiten der Länder gibt es für die neue Teststrategie großteils positive Signale. Für Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) ist es bereits beschlossene Sache: „Ja, das wird kommen“, sagte er gegenüber Ö1. Die praktische Umsetzung sieht er „viel einfacher, als die politische Diskussion“. Man habe auch beim Skifahren gesehen, dass es mit der FFP2-Maske überhaupt kein Problem gebe. 

Positive Signale kommen auch aus Kärnten von Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ). Auch er begrüßt das Modell der „Eintrittstestung“, auch wenn es derzeit noch ein rein begrifflicher Unterschied zum „Freitesten sei“. Aber: Gerade jetzt brauche es „mehr denn je eine Handschrift der Politik“. Laut Kaiser soll vor allem die Dauer der Gültigkeit von negativen Test wesentlich kürzer sein, als beim „Freitesten“ geplant (in manchen Bereichen eine ganze Woche). Die Fristen wie alt so ein Test sein darf, dürfe nicht von der Politik festgelegt werden, hier müssten Experten das Sagen haben, fordert der Kärntner Landeshauptmann. 

Massentests teilweise abgesagt
Da das geplante „Freitesten“ nun durch die Opposition vereitelt wurde, werden in einigen Bundesländern die damit zusammenhängenden Massentests abgesagt. In Wien (Tests von 8. bis 17- . Jänner) und Niederösterreich ändert sich nichts. Doch Salzburg sagte die Massentests etwa ab und wolle künftig eher Gratistests ausbauen. Auch in Oberösterreich wird es die Massentests in der ursprünglich geplanten Form nicht geben. Die Steiermark verschiebt die Tests um eine Woche nach hinten, hier werden sie nun vom 22. bis zum 24. Jänner stattfinden. 

Quellen und Links:

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