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Stromtarif

Gratis Strom am Wochenende! Erster Anbieter startet Happy-Hour-Tarif!

Gratis Strom am Wochenende! Erster Anbieter startet Happy-Hour-Tarif!
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Gratisstrom klingt nach Utopie – ein österreichischer Energieanbieter macht es ab sofort zur Realität.

Der Innsbrucker Energieversorger Gutmann führt ein neues Preismodell ein, das gezielt auf die ungleichmäßige Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen – vor allem aus Photovoltaikanlagen – eingeht. Herzstück des Modells ist ein sogenannter „Happy Hour“-Tarif, der an Wochenenden und Feiertagen zwischen 12.00 und 16.00 Uhr kostenlosen Strom aus Sonnenenergie vorsieht. Hintergrund ist die zunehmende Häufigkeit von Zeiträumen, in denen das Stromnetz ein Überangebot verzeichnet.

Das Tarif-Angebot richtet sich an Privathaushalte sowie kleinere Gewerbebetriebe und gilt im Zeitraum von April bis August. Außerhalb der Gratisstunden liegt der Grundpreis bei 12,75 Cent pro Kilowattstunde netto in Ostösterreich sowie bei 10,75 Cent pro Kilowattstunde netto in Westösterreich. Geschäftsführer Alexander Gutmann hob hervor, dass die kostenlose Stromabgabe in dieser Form in Österreich bislang kein Anbieter umgesetzt habe.

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Kostenloses Strom-Modell

„Für uns entstehen damit keine Mehrkosten“, erklärte Gutmann und verwies auf die langfristige finanzielle Sicherung des Modells. Ziel des Unternehmens ist es, Kunden dazu zu bewegen, ihren Verbrauch in jene Stunden zu verlagern, in denen das Netz besonders stark ausgelastet ist. Während der Zubau erneuerbarer Energiekapazitäten zügig voranschreite, hätten sich die Verbrauchsgewohnheiten der Bevölkerung bislang deutlich langsamer angepasst – woraus ein zeitliches Ungleichgewicht entstehe.

Horst Ebner, Leiter der Strom- und Gasabteilung bei Gutmann, stellte klar, dass der Nulltarif ausschließlich den reinen Energieanteil umfasst. Netzentgelte, Steuern und sonstige Abgaben bleiben davon unberührt und sind weiterhin zu entrichten. Zudem ist das Angebot auf Kunden mit einem jährlichen Stromverbrauch von maximal 100.000 Kilowattstunden beschränkt.

Technische Voraussetzungen

Technische Grundvoraussetzung für die korrekte Abrechnung der Gratisstunden ist das Vorhandensein eines intelligenten Messgeräts, eines sogenannten Smart Meters, das durch die jeweiligen Netzbetreiber installiert wird. In Österreich beträgt die Versorgungsquote mit diesen Geräten derzeit 97 Prozent. Im Bereich der Elektromobilität betrifft das Modell in erster Linie jene Kunden, die ihr Fahrzeug zu Hause oder am eigenen Standort laden.

Gutmann betreibt österreichweit ein „relativ großes Netz“ mit „einigen hundert Ladepunkten“ und beabsichtigt, das Tarifmodell künftig auch auf die Mobilitätssparte auszuweiten. Das in Innsbruck ansässige Unternehmen gilt als größter privater Energieanbieter Österreichs und ist seit dem Jahr 2017 auch als Stromhändler aktiv. Rund 450 Beschäftigte sind an etwa 120 Standorten tätig und versorgen mehr als 100.000 Kunden in den Geschäftsbereichen Energie, Wärme und Mobilität.

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KO KOSMO-Redaktion
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