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Studie

Größter Bevölkerungszuwachs in Österreich aus Bosnien und Deutschland

(FOTO: iStock/rglinsky)
(FOTO: iStock/rglinsky)

In Wien gibt es den meisten Bevölkerungszuwachs aus Serbien, und im gesamten Österreich kommen die meisten Migranten aus Deutschland und Bosnien und Herzegowina.

Laut dem Österreichischen Integrations Fond (ÖIF) leben 2022 etwa 1,842 Menschen in Österreich, deren Geburtsort im Ausland liegt. Womit die Personengruppe der Migranten und Migrantinnen 20,5 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht. In den letzten fünf Jahren ist der Anteil um 1,6 Prozent gestiegen, wie der ÖIF in seiner neuen Bundesländer-Broschüre aufzeigt.

Aus Deutschland kommen die meisten Zuwanderer mit 251.576 Personen. Dicht gefolgt von Menschen aus Bosnien und Herzegowina mit 174.261 Personen von denen mehr als die Hälfte ihre Staatsbürgerschaft beibehalten hat.

38 Prozent der Wiener aus dem Ausland

Der errechnete Prozentsatz der Migranten, an den Bundesländern gemessen, hat in Wien den meisten Anteil gegeben. Heißt, dass im Vergleich zur Gesamtbevölkerung, Wien den größten Ausländeranteil hat: 37,6 Prozent – das sind fast 725.300 Zuwanderer. Mehr als 60 Prozent davon stammen aus Drittstaaten. Davon kamen die meisten aus Serbien, Deutschland und der Türkei.

Der 15. Wiener Gemeindebezirk (Rudolfsheim-Fünfhaus) ist laut ÖIF der Bezirk mit dem höchsten Anteil am im Ausland geborenen Menschen. Hier liegt der Prozentsatz bei 48,2.

Im Gegensatz dazu beträgt der Anteil, der aus dem Ausland zugezogenen Personen im Burgenland nur bei rund zwei Prozent.

Unterschiedliches Einkommen

Ebenfalls interessant: das mittlere Nettojahreseinkommen der Bürger aus dem ehemaligen Jugoslawien beträgt rund 22.844 Euro in Österreich. Das Durchschnittseinkommen eines Österreichers liegt im Gegensatz dazu bei etwa 28.708 Euro. So verdienen Personen aus Ländern des ehemaligen Jugoslawien sowie Slowakei, Slowenien, Tschechien, Bulgarien und Rumänien – die in Österreich arbeiten – deutlich weniger.

Quelle: Forschungsbericht ÖIF: Bundesländer 2022, Forschungsbericht ÖIF: Migrantische Ökonomien in Wien, ÖIF Publikationen