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TRAGISCHES SCHICKSAL

Hitzetod: Vater vergisst Kleinkind im Auto und geht arbeiten

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(FOTO: iStock, Twitter/@@MeganMargKing)

Eine tragische Situation ereignete sich in Cecchignola, einem Vorort Roms, als die Mutter der elf Monate alten Stella ihr Kind am Mittwochnachmittag im Kindergarten abholen wollte, aber feststellen musste, dass ihr Kind noch im Familienauto saß. Sieben Stunden nachdem der Vater das Auto geparkt hatte, war das Baby bereits tot.

Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf das sogenannte FBS-Syndrom oder Forgotten Baby Syndrome, bei dem Eltern Gedächtnislücken haben und fälschlicherweise glauben, ihr Kind bereits in der Krippe oder im Kindergarten abgegeben zu haben.

Nach Angaben der italienischen Zeitung „Corriere della Sera“ ist in Italien seit Februar 2020 das „Babysitz-Dekret“ in Kraft, das den Einbau einer Alarmvorrichtung in Fahrzeugen vorschreibt. Diese soll verhindern, dass Kinder unter vier Jahren im Auto zurückgelassen werden und sendet geolokalisierte Warnungen an Smartphones. Familien, die ohne den speziellen Kindersitz unterwegs sind, drohen Strafen von bis zu 300 Euro.

Ermittlungen laufen

Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen im Fall der verstorbenen Stella aufgenommen. Mithilfe von Überwachungskameras aus der Umgebung soll geklärt werden, ob Sandro L. direkt zur Arbeit ging oder ob er beim Aussteigen noch etwas in der Hand hatte. Der Carabiniere wurde festgenommen, und ihm droht ein Ermittlungsverfahren wegen des Todesfalls.