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Badeunglücke

Hitzewelle wird zur Todesfalle – Fünf Jugendliche ertrinken

Hitzewelle wird zur Todesfalle – Fünf Jugendliche ertrinken
Foto: iStock
3 Min. Lesezeit |

Rekordtemperaturen lockten Tausende ans Wasser – für mindestens fünf junge Menschen endete der Badetag tödlich.

Während eine ungewöhnlich frühe Hitzewelle über Großbritannien und Irland hereinbrach, häuften sich innerhalb weniger Tage tödliche Badeunfälle. Mindestens fünf junge Menschen verloren ihr Leben – in Flüssen, Seen und im Meer. Die Rettungsorganisation RNLI (britisch-irische Wasserrettung) richtete eindringliche Warnungen an die Bevölkerung: Offene Gewässer bleiben selbst bei sommerlichen Temperaturen gefährlich.

Die Unglücke ereigneten sich inmitten einer außergewöhnlichen Hitzeperiode. Der britische Wetterdienst registrierte den heißesten Maitag seit Beginn der meteorologischen Aufzeichnungen. In Kew Gardens wurden vorläufige Messwerte von 35,1 Grad Celsius erfasst, auch in Wales wurde ein neuer Mai-Temperaturrekord verzeichnet.

Gefährlicher Kälteschock

Trotz der extremen Hitze mahnen Einsatzkräfte zur Vorsicht: Hohe Lufttemperaturen sagen nichts über die tatsächliche Wassertemperatur aus. In Flüssen, Seen und Küstengewässern ist das Wasser häufig erheblich kälter als erwartet. Ein plötzlicher Kälteschock kann Atmung, Herzschlag und Kreislauf gefährlich belasten – und selbst erfahrene Schwimmer in eine lebensbedrohliche Lage bringen. Die RNLI richtet ihren Appell insbesondere an Familien und junge Menschen, die Risiken offener Gewässer in Hitzeperioden nicht zu unterschätzen.

Der jüngste Todesfall ereignete sich am Dienstag in Lancashire. Ein zwölfjähriger Junge war gemeinsam mit Freunden im River Ribble bei Ribchester schwimmen gegangen, als er plötzlich in Not geriet. Nach einer umfangreichen Suchaktion wurde noch am selben Abend eine Leiche aus dem Fluss geborgen. Die Polizei geht davon aus, dass es sich dabei um den vermissten Jungen handelt. Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen den Behörden zufolge nicht vor.

Todesfälle im Überblick

Bereits in den Tagen zuvor waren mehrere ähnliche Unglücke bekannt geworden. In Lincolnshire wurde der 15-jährige Declan Sawyer leblos aufgefunden, nachdem er in den Swanholme Lakes ins Wasser gegangen war. Nahe Halifax in West Yorkshire starb ein 13-Jähriger, der zwar noch aus einem Stausee gerettet und in ein Krankenhaus gebracht worden war, dort aber seinen Verletzungen erlag. Im Rother Valley Country Park bei Sheffield wurde die Leiche eines weiteren Jugendlichen geborgen, nachdem er ins Wasser gegangen und nicht mehr aufgetaucht war. Aus Warwickshire wurde zudem der Tod einer Jugendlichen gemeldet, deren Leiche im Kingsbury Water Park geborgen wurde.

Auch aus Irland wurde ein Todesfall gemeldet. In County Dublin kam ein Teenager beim Schwimmen im Meer ums Leben.

Die genauen Umstände des Unglücks sind noch Gegenstand laufender Ermittlungen.

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KO KOSMO-Redaktion
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