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Bildungsreform

Immer mehr Schüler schummeln mit KI: Dieses Land dreht Schülern den KI-Hahn ab

Immer mehr Schüler schummeln mit KI: Dieses Land dreht Schülern den KI-Hahn ab
Foto: istock
2 Min. Lesezeit |

Dänemark zieht die Reißleine: KI-Betrug an Schulen erreicht ein Ausmaß, das drastische Konsequenzen erzwingt.

Für immer mehr Schülerinnen und Schüler ist künstliche Intelligenz längst ein selbstverständliches Hilfsmittel – beim Schreiben von Aufsätzen ebenso wie bei der Erledigung von Hausaufgaben. In Dänemark betrachten die zuständigen Behörden diese Entwicklung mit wachsender Sorge. Das Bildungsministerium reagiert nun mit konkreten Maßnahmen: Schriftliche Arbeiten sollen künftig nicht mehr für sich allein bewertet werden.

Stattdessen werden Schülerinnen und Schüler verpflichtet, ihre Ergebnisse in einem mündlichen Gespräch zu erläutern und zu verteidigen. Lehrkräfte sollen so besser beurteilen können, ob sich jemand wirklich mit einem Thema auseinandergesetzt hat – oder ob die eingereichte Arbeit im Wesentlichen von einer KI stammt.

Dänmarks Gegenmaßnahmen

Bildungsminister Magnus Heunicke zufolge greifen die neuen Vorgaben bereits mit Beginn des kommenden Schuljahres nach den Sommerferien. In einem ersten Schritt sind vor allem die ältesten Jahrgänge an den Oberstufen-Gymnasien betroffen. „Leider haben wir ein Problem mit KI-Betrug an den Oberstufen-Gymnasien“, erklärte Heunicke.

Ergänzend zur mündlichen Prüfungskomponente plant das Ministerium eine Verschärfung der Kontrollen während schriftlicher Prüfungen. Schulen sollen spezielle Software auf den verwendeten Computern einsetzen, um zu überprüfen, welche Programme und Werkzeuge Schüler während der Bearbeitung ihrer Aufgaben nutzen. Bestimmte KI-Anwendungen könnten dabei sogar komplett blockiert werden.

Auch für Lehrkräfte bringt der neue Kurs spürbare Veränderungen im Schulalltag mit sich. Klassische Hausaufgaben sollen künftig seltener werden; an ihre Stelle treten vermehrt schriftliche Arbeiten, die direkt im Unterricht und unter Aufsicht verfasst werden. Das Ministerium begründet diesen Schritt damit, dass auf diese Weise nachvollziehbarer werde, welche Fähigkeiten ein Schüler tatsächlich mitbringt und wie er zu seinen Ergebnissen gelangt ist.

Schwedischer Vergleich

Minister Heunicke sieht in der unkontrollierten KI-Nutzung eine langfristige Gefahr für grundlegende Kompetenzen. Es müsse verhindert werden, dass künstliche Intelligenz „die Kompetenzen, die Fachlichkeit und vor allem die Fähigkeit zum eigenständigen Denken“ untergrabe.

Auch im Nachbarland Schweden sorgt KI-Betrug an Schulen für Diskussionen. Dort soll die Zahl der Verwarnungen und Suspendierungen wegen unerlaubter KI-Nutzung zwischen 2023 und 2025 stark gestiegen sein – laut einer Studie um 688 Prozent. Befürworter betonen hingegen, dass KI ein Werkzeug sein kann, das Menschen produktiver macht – auch im Bildungsbereich.

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KO KOSMO-Redaktion
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