Die Immobilienkrise im Pongau weitet sich aus: Nach dem Zusammenbruch zweier Holding-Gesellschaften folgen nun vier weitere Pleiten mit Millionenschulden.
Die Pleite von Immobilienunternehmen im Pongau zieht weitere Kreise. Nach dem Zusammenbruch der Oberreiter Holding GmbH und der Hausbacher Gruppe GmbH wurden nun vier weitere Konkursverfahren eröffnet. Die beiden ursprünglich insolventen Unternehmen sind durch verschiedene Gesellschaften miteinander verflochten und agieren gemeinsam im Immobilienbereich.
Der KSV1870 (Kreditschutzverband) verzeichnet bei der Oberreiter Projekt GmbH allein etwa 40 betroffene Gläubiger. Forderungen können noch bis Ende des laufenden Monats angemeldet werden. Die Gläubiger treffen sich Anfang nächsten Monats zur ersten gemeinsamen Versammlung.
Millionenschulden entstanden
Die Insolvenzwelle erfasst jetzt auch die Oberreiter Projekt GmbH, die Oberreiter Wohnbau GmbH, die Oberreiter Bau GmbH sowie die Hausbacher Immobilien GmbH. Laut KSV1870 summieren sich die Verbindlichkeiten dieser vier Unternehmen auf etwa 5,3 Millionen Euro. Dem gegenüber stehen deutlich geringere Vermögenswerte, wie erste Schätzungen zeigen.
Als Gründe für die finanzielle Schieflage führen die Schuldner die schwierige Situation am Immobilienmarkt an. Die Kombination aus Zinsanstieg, erhöhten Baukosten und nachlassender Nachfrage habe zu finanziellen Engpässen geführt. Zusätzlich mussten mehrere Bauprojekte unterbrochen oder komplett eingestellt werden.
Projekte gefährdet
Die insolventen Firmen waren in den vergangenen Jahren mit verschiedenen Wohnbauprojekten in mehreren Pongauer Gemeinden aktiv. Ob und wie die bereits begonnenen Bauvorhaben fortgesetzt werden können, bleibt vorerst offen.
Derzeit analysieren die Insolvenzverwalter die wirtschaftliche Situation und prüfen mögliche Optionen zur Weiterführung.
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