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Arbeitsmigration

Indische Fachkräfte beleben Serbiens Wirtschaft und Kultur

Indische Fachkräfte beleben Serbiens Wirtschaft und Kultur
(FOTO: iStockphoto/SStajic)
3 Min. Lesezeit |

In Serbien wächst die Zahl indischer Arbeitskräfte, da die Geburtenrate sinkt und viele junge Menschen auswandern. Inder finden hier Chancen und eine neue Heimat.




Jatinder Kumar, ein Arbeiter aus Indien, ist seit drei Jahren bei der serbischen Baufirma West Gretnja angestellt, wo er sich auf das Zusammenfügen von Stützbalken für Brücken spezialisiert hat. Trotz der anstrengenden Arbeit schätzt er das höhere Gehalt im Vergleich zu seiner Heimat. Kumar lobt sein Leben in Serbien und seine Arbeitssituation: „Serbien ist gut, ein gutes Land. Meine Firma ist gut, guter Chef, gutes Management, alles gut.“

Arbeitskräftemangel

Die Notwendigkeit, Arbeitskräfte in Serbien zu finden, wächst, da die Geburtenrate in den Balkanstaaten abnimmt und viele junge Menschen auswandern. Dies hat dazu geführt, dass immer mehr Inder nach Serbien kommen, um dort zu arbeiten. Bei West Gretnja besteht ein Viertel der Belegschaft aus indischen Arbeitern, die als fleißig und diszipliniert gelten.

Ein Firmenvertreter betont: „Wir neigen dazu, mehr Menschen aus Indien einzustellen, wenn wir mehr Aufträge bekommen.“

Experten sehen in der Zuwanderung aus Indien eine wirtschaftliche Chance für die Balkanstaaten, insbesondere Serbien, unter der Voraussetzung, dass die Migranten im Land bleiben. Viele junge Inder betrachten Serbien jedoch als Durchgangsstation auf ihrem Weg in die EU und verweilen nur so lange, bis sich eine Weiterreisemöglichkeit bietet.

Kulturelle Integration

Die Eröffnung zahlreicher indischer Restaurants in Belgrad spiegelt die sich vertiefenden Beziehungen wider. Samir Shamar, der ein solches Restaurant leitet, bemerkt eine Veränderung: „Jetzt aber ändere sich etwas. In letzter Zeit kommen immer mehr indische Fachleute.“

Diese umfassen IT-Spezialisten und Banker, und Teile des serbischen Bankensektors werden inzwischen von indischen Unternehmen verwaltet. Auch die Zahl indischer Studierender nimmt zu.

Inder in Serbien bewahren ein Stück Heimat, wie durch das Restaurant Maikana. Sie feiern ihre Feste und sind in verschiedenen Branchen tätig, darunter als Banker, Bauarbeiter und Restaurantleiter. Während Samir Shamar vor drei Jahren bemerkte, dass viele Inder weiter in die EU zogen, wird der Balkan für viele nun zu einem dauerhaften Zuhause.

Ursprünglich als Zwischenstation gedacht, bietet die Region vielen Indern eine neue Heimat.

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