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Straßenheld

Junger Held repariert Straßen: Enes trotzt Widrigkeiten in Bosnien

Junger Held repariert Straßen: Enes trotzt Widrigkeiten in Bosnien
(Foto: Pexels)
3 Min. Lesezeit |

Ein junger Mann in Bosnien repariert unentgeltlich die Dorfstraße, die in katastrophalem Zustand ist. Sein Einsatz bringt ihm Anerkennung und finanzielle Hilfe.




In einem kleinen Dorf namens Johovizar in Bosnien und Herzegowina hat ein junger Mann namens Enes eine bemerkenswerte Aufgabe übernommen: Er widmet sich der Reparatur der Dorfstraße, die in einem katastrophalen Zustand ist. Trotz wiederholter Bitten an die Behörden, die bisher unbeantwortet blieben, nimmt Enes die Sache selbst in die Hand und füllt die Schlaglöcher eigenhändig.

Seine Arbeit ist unentgeltlich, angetrieben von seinem Mitgefühl für die Dorfbewohner und deren Fahrzeuge, die unter den schlechten Straßenverhältnissen leiden.

Die Straße, die im Internet bereits als schwer beschädigt bekannt ist, hat Enes vor sechs Jahren dazu gebracht, mit den Reparaturen zu beginnen. Sein unermüdlicher Einsatz hat ihm seither Anerkennung im Internet eingebracht, wo die Straße oft mit einem Schweizer Käse verglichen wird, so übersät ist sie mit Löchern.

Herausforderungen und Träume

Obwohl Enes keine Bezahlung erwartet, zeigen einige Autofahrer, die von seiner Arbeit profitieren, ihre Dankbarkeit mit finanziellen Zuwendungen. Diese Spenden sind für Enes und seine Familie, die unter schwierigen finanziellen Bedingungen lebt, von großer Bedeutung.

Seine Eltern sind arbeitslos und leben hauptsächlich von dem, was sie selbst anbauen und herstellen können. Das Dorf liegt nahe der kroatischen Grenze, etwa 20 Minuten von der nächsten Stadt entfernt.

Die finanzielle Lage der Familie ist so prekär, dass Enes‘ Eltern ihm nicht einmal das Busgeld zur Schule geben können. Obwohl Enes gerne zur Schule gehen würde, fühlt er sich verpflichtet, zu arbeiten und Geld zu verdienen. Sein großer Traum ist es, Automechaniker zu werden, doch fehlen in seiner Umgebung die Möglichkeiten, diesen Wunsch zu verwirklichen.

Trotz all dieser Herausforderungen bleibt Enes entschlossen und lässt sich nicht entmutigen. Untätigkeit ist für ihn keine Option, und so setzt er seine selbstlose Arbeit an der Straße fort.

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KO KOSMO-Redaktion
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