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Israel bald nicht mehr beim ESC? Neuer Plan sorgt für Diskussionen

Israel bald nicht mehr beim ESC? Neuer Plan sorgt für Diskussionen
(FOTO: EPA / JESSICA GOW)
2 Min. Lesezeit |

Während Wien den ESC feiert, könnte hinter den Kulissen eine Entscheidung fallen, die den Wettbewerb für immer verändern würde.

Die Teilnahme Israels am Eurovision Song Contest ist seit geraumer Zeit Gegenstand kontroverser Debatten. Während Wien sich auf das große Finale am Samstag vorbereitet, wird hinter den Kulissen bereits über eine weitreichende Neuordnung nachgedacht: Einem Medienbericht zufolge könnte Israel künftig nicht mehr im europäischen Wettbewerb antreten, sondern in einen neu geschaffenen asiatischen Ableger überführt werden.

Asiatischer Ableger

Wie das israelische Nachrichtenportal Ynet Global berichtet, soll die Europäische Rundfunkunion (EBU) intern den Vorschlag erarbeitet haben, Israel zum „Eurovision Song Contest Asia“ zu verlagern. Dieser neue Wettbewerb soll am 14. November erstmals in Bangkok ausgetragen werden. In vertraulichen Gesprächen wurde demnach bereits bei anderen Teilnehmerländern sondiert, wie eine solche Verlegung aufgenommen werden würde.

Der Vorschlag stößt allerdings auf geteiltes Echo und begegnet teils deutlichem Widerstand. Israels Teilnahme am ESC wird ohnehin regelmäßig hinterfragt, da das Land geografisch nicht zu Europa gehört – bislang sicherte jedoch die EBU-Mitgliedschaft den Verbleib im Wettbewerb.

Boykott und Protest

Die aufgeladene Stimmung rund um Israels Teilnahme macht sich auch beim laufenden Contest in Wien bemerkbar. Der israelische Teilnehmer Noam Bettan tritt unter außergewöhnlich strengen Sicherheitsvorkehrungen auf – ausgelöst durch politische Spannungen und teils massive Protestaktionen rund um die Wiener Stadthalle. Aus verschiedenen Kreisen wird seit Längerem ein Boykott gefordert, und mehr als 1.100 Künstlerinnen und Künstler haben sich öffentlich gegen die Teilnahme Israels ausgesprochen.

Die politischen Verwerfungen haben in diesem Jahr sogar dazu geführt, dass fünf Länder dem Wettbewerb fernbleiben. Neben Irland, Slowenien, den Niederlanden und Island verzichtet auch Spanien – einer der bedeutendsten Finanziers des ESC – aus Protest auf eine Teilnahme. Israel ist seit 1973 beim Eurovision Song Contest dabei und konnte den Wettbewerb bislang viermal gewinnen.

Ob der Auftritt in Wien der letzte im europäischen Format war, wird sich erst zeigen, wenn die EBU im November eine verbindliche Entscheidung über den asiatischen Ableger trifft.

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KO KOSMO-Redaktion
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