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KOMMENTAR

Ist Donald Trump Amerikas Slobodan Milošević?

Er hat sowohl mit der gebildeten Oberschicht in Belgrad, welche Milošević verabscheute und der Arbeiterklasse in den ländlichen Gebieten Serbiens Zeit verbracht: „Retrospektiv betrachtet, erinnern mich diese an Trumpwähler“, ist im Artikel zu lesen.

„Milošević war ein Opportunist. Ich bezweifle, dass er geplant hat, Unheil über sein Land zu bringen und in einer Zelle in Den Haag zu sterben. Er folgte bloß der Logik des Ethnonationalismus, welchen er entfesselte. Genauso wird es mit Trump sein.“

Die Pläne des US-Präsidenten seien unklar, womöglich sogar ihm selbst. Allerdings werden sich laut Glastris in den nächsten vier Jahren Geschehnisse ereignen – ein Terrorangriff seitens radikaler Islamisten, Proteste des linken Flügels, bei welchen Polizisten getötet werden, eine Machtübernahme von föderalem Land seitens bewaffneter Rechten – all dies würde Trump auf die Probe stellen.

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Derzeit liegen die Vereinten Staaten bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus Syrien unter ihrem Plan. Die UN fordert nun den amerikanischen Präsidenten auf, die Tradition seines Landes bei der Aufnahme von Flüchtlingen und Migranten fortzuführen.

„Wird er sich dem normalen Druck beugen und mit rechtlicher Zurückhaltung, oder aber in jener Art und Weise welche seine Grundlage füttert agieren und somit Gewalt befeuern?“

Auch wenn der Journalist des Washington Monthly hofft, dass das Erstere eintreten wird, so sei Trumps Rhetorik ein Beweis für das Letzere. Allerdings appellierte Glastris am Ende seines Textes, dass die USA 2017 nicht Jugoslawien im Jahre 1995 seien, da Amerika eine längere und tiefgreifende Erfahrungen mit Demokratie und ein robustes Finanzsystem hätte.

„Allerdings werden die nächsten vier Jahre dieses System auf jeden Fall testen. Wir müssen alle unseren Beitrag leisten, sodass dieses nicht zusammenbricht.“

(Quelle: Washington Monthly)