Ein Katamaran, ein Segelboot, über 100 Menschen an Bord – in der Adria endet eine Kollision tödlich.
Vor der kroatischen Küste sind bei einer Kollision zwischen einem Katamaran mit mehr als 100 Menschen an Bord und einem Segelboot drei Personen ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich nach Angaben des kroatischen Verkehrs- und Meeresministeriums in der Adria, im Bereich zwischen den Inseln Solta und Brac. Eine weitere Person gilt seither als vermisst, wie das Ministerium am Sonntag bekanntgab.
Segelboot gesunken
Das Katamaran-Schiff steht im Eigentum eines privaten, ortsansässigen Unternehmens. Das Segelboot, das unter französischer Flagge fuhr, sank infolge des Zusammenstoßes – an Bord befanden sich acht Personen. Bei den drei Todesopfern handelt es sich laut Ministerium um Insassen des Segelbootes; wie die kroatische Zeitung „Slobodna Dalmacija“ berichtete, waren es tschechische Staatsbürger.
Der Katamaran transportierte zum Zeitpunkt des Unglücks 118 Passagiere sowie sieben Crewmitglieder. Vier Personen vom Segelboot konnten lebend geborgen werden, eine wird weiterhin vermisst.
Die kroatischen Behörden setzten den Fährverkehr auf der Route von Split zur Insel Vis nach dem Unglück zur Durchführung der Suchaktion vorübergehend aus und kündigten an, den Betrieb am darauffolgenden Montag um 16 Uhr wieder aufzunehmen.
Die genauen Umstände, die zu dem Zusammenstoß geführt haben, sind bislang ungeklärt.