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Wende

Chamenei ist tot – Iran zwischen Staatstrauer und Straßenjubel (VIDEOS)

Chamenei ist tot – Iran zwischen Staatstrauer und Straßenjubel (VIDEOS)
FOTO: EPA/CHRIS TORRESEPA/ABEDIN TAHERKENAREH
4 Min. Lesezeit |

Sein Tod erschüttert die Welt – und löst im Iran gleichzeitig Trauer und Jubel aus. Ein Revolutionsführer ist Geschichte.

Teheran/Mar-a-Lago – Der iranische Revolutionsführer Ali Khamenei ist tot. Nachdem US-Präsident Donald Trump den Tod am Samstagabend offiziell bestätigt hatte, folgten in den frühen Morgenstunden des Sonntags entsprechende Meldungen aus dem iranischen Staatsrundfunk. Sprecher staatlicher Sender reagierten sichtlich bewegt auf die Nachricht – während auf den Straßen Teherans spontane Jubelszenen ausbrachen.

Zuvor hatte Trump den Tod des obersten Führers auf seiner Plattform „Truth Social“ verkündet und Khamenei als „einen der bösartigsten Menschen der Geschichte“ bezeichnet: „Er konnte sich unseren Geheimdiensten und hoch entwickelten Ortungssystemen nicht entziehen“, so der US-Präsident. Trump sah in dem Ereignis die größte Chance für die iranische Bevölkerung, „ihr Land zurückzuerobern“. Er verwies darauf, dass viele Funktionäre des Mullah-Apparates offenbar nicht mehr bereit seien zu kämpfen und Immunität erwarteten.

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Jubel in Teheran

Mit brüchiger Stimme verkündeten Moderatoren mehrerer Fernsehsender gegen 2.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit den Tod Khameneis. Wie die BBC berichtet, wurde im Staatsfernsehen zudem verlesen, dass er in seinem Büro getötet worden sei. Eine 40-tägige Staatstrauer wurde angeordnet.

In Teheran brach nach den Berichten über Khameneis Tod spontaner Jubel aus. Bewohner der iranischen Hauptstadt berichteten von Menschen, die vor Freude aus ihren Fenstern schrien. Auf den Straßen waren Hupkonzerte zu hören.

Die iranischen Revolutionsgarden kündigten daraufhin die „intensivste Offensivoperation“ an, um Israel und US-Stützpunkte im Nahen Osten anzugreifen. Israel hatte zuvor einen Präventivschlag gegen den Iran eingeleitet, Teheran reagierte mit Gegenschlägen. „Die heftigste Offensive in der Geschichte der Streitkräfte der Islamischen Republik Iran wird jeden Moment beginnen“, hieß es am Sonntag in einer Mitteilung über den Onlinedienst Telegram.

Tausende versammelten sich, um sowohl Trauer als auch Rache für ihren verstorbenen Obersten Führer zu fordern und gegen die Angreifer zu protestieren – staatliche Medien berichten von wütenden Kundgebungen mit anti-westlichen Parolen.

Weitere Todesopfer

Der Iran bestätigte zudem den Tod des Kommandeurs der Revolutionsgarden, Mohammed Pakpur. Wie die iranische Justiz am Sonntag auf ihrer Website „Misan Online“ mitteilte, kam er ebenso wie der Vorsitzende des nationalen Verteidigungsrats, Ali Schamchani, bei den US-israelischen Luftangriffen auf Teheran am Samstag ums Leben. Dem staatlichen Fernsehen zufolge ist auch Armee-Chef Abdolrahim Mussawi bei Angriffen auf eine Sitzung des Verteidigungsrates getötet worden.

Bereits am Samstagmorgen war Chameneis Anwesen in Teheran Ziel von Luftschlägen geworden. Khamenei stand an der politischen und religiösen Spitze des Landes und war zugleich Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Unter seiner Herrschaft unterstützte der Iran unter anderem die Terrororganisation Hamas im Gazastreifen sowie die Hisbollah-Miliz im Libanon.

Das Anwesen des Revolutionsführers in Teheran wurde bei dem Militärschlag am Samstagmorgen vollständig zerstört. Die massiven Bombardierungen im Iran würden die gesamte Woche „oder so lange wie nötig“ fortgesetzt, kündigte Trump an.

Trump ergänzte: „Dies ist nicht nur Gerechtigkeit für das iranische Volk, sondern auch für alle großartigen Amerikaner und Menschen aus vielen Ländern der Welt, die von Khamenei und seiner Bande blutrünstiger Schläger getötet oder verstümmelt wurden.“

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KO KOSMO-Redaktion
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