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Chipkrise

KI-Boom treibt Preise hoch: Neue Handys und Laptops könnten teurer werden

KI-Boom treibt Preise hoch: Neue Handys und Laptops könnten teurer werden
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

KI frisst Chips – und der Konsumentenmarkt spürt es. Wer jetzt ein neues Gerät kaufen will, sollte schnell handeln.

Der weltweite Boom rund um Künstliche Intelligenz hinterlässt spürbare Spuren in der Unterhaltungselektronik: Moderne Prozessoren und schnelle Speichermodule werden im Konsumgüterbereich zunehmend knapp. Ursache ist ein tiefgreifender Strukturwandel in der Halbleiterindustrie, der durch den rasant wachsenden Bedarf an Rechenkapazitäten für KI-Anwendungen ausgelöst wurde. Immer größere Anteile der globalen Chipproduktion fließen in Hochleistungsrechenzentren – auf Kosten der Versorgung mit Bauteilen für Alltagsgeräte.

Wie aktuelle Marktzahlen des Marktforschungsunternehmens NIQ belegen, die anlässlich der Unterhaltungselektronik-Messe IFA in Berlin veröffentlicht wurden, sind davon vor allem Smartphones, Notebooks, PCs, Gaming-Hardware und Spielekonsolen betroffen.

Engpässe für Verbraucher

Für Konsumentinnen und Konsumenten macht sich die Verknappung bereits konkret bemerkbar, insbesondere bei rechenintensiven Gerätekategorien. Hersteller reagieren auf die Engpässe, indem sie ihr Sortiment zunehmend auf besonders gefragte Konfigurationen – etwa Modelle mit 256 oder 512 Gigabyte Speicher – zuschneiden. Das Angebot an Varianten wird schmaler, die Preise ziehen an, und günstige Einstiegsmodelle verschwinden weitgehend aus den Regalen.

NIQ-Branchenexperte Alexander Dehmel gibt zwar Entwarnung, was eine vollständige Versorgungsunterbrechung betrifft, mahnt aber zur Vorsicht: „Für Verbraucher stehe zwar kein genereller Lieferstopp bevor, doch bestimmte Konfigurationen mit hoher Rechenleistung und üppigen Speicherkapazitäten würden sich verteuern oder seien zeitweise nur mit längeren Wartezeiten verfügbar.“ Eine Krise vergleichbar mit jener des Jahres 2020 sei nicht zu erwarten – wohl aber müssten sich Käuferinnen und Käufer auf höhere Ausgaben einstellen.

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KO KOSMO-Redaktion
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