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Kontroverse

Kickl knöpft sich ESC-Sieger vor: „Ohne Rock und Bart chancenlos

Kickl knöpft sich ESC-Sieger vor: „Ohne Rock und Bart chancenlos
FOTO: EPA-EFE/MAX SLOVENCIK
2 Min. Lesezeit |

Nach seinem Sieg beim ESC erntet JJ statt Glückwünschen scharfe Kritik von FPÖ-Chef Kickl, der den Wettbewerb als Bühne für eine „schrille Community“ abwertet.

In einem aktuellen Interview mit der „Tiroler Tageszeitung“ äußerte sich FPÖ-Chef Herbert Kickl mit markanten Worten zu verschiedenen Themen. Wie bereits bekannt wurde, kündigte er darin an, dass der amtierende Bundeskanzler Christian Stocker bei nächster Gelegenheit „entsorgt“ werde. Doch Kickls Kritik richtete sich nicht nur gegen politische Kontrahenten, sondern auch gegen den österreichischen ESC-Gewinner JJ.

Kritik am ESC

Der 2001 in Wien geborene und überwiegend in Dubai aufgewachsene Johannes Pietsch, der unter dem Künstlernamen JJ auftritt und sich als queer identifiziert, erhielt von Kickl keine Glückwünsche. „Der Song Contest interessiert mich überhaupt nicht“, erklärte der FPÖ-Politiker auf die Frage nach seinem Stolz über den österreichischen Erfolg. Für ihn sei der ESC (Eurovision Song Contest) lediglich eine Plattform für „eine kleine, aber schrille und laute Community“.

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Kickl legte nach: „Ganz ehrlich, wenn du heute als Mann keinen Rock trägst, als Frau keinen Bart, wenn du nicht trans oder sonst was bist, bist du beim Song Contest chancenlos.“ Mit dieser Aussage zielte er offensichtlich auch auf die frühere ESC-Siegerin Conchita ab. Dass der Wettbewerb im kommenden Jahr in Österreich stattfinden wird, sei ihm nicht einmal bekannt gewesen. Er fügte hinzu: „Mit Ausnahme der Staatsbürgerschaft des Sängers JJ kann ich ja keinen bestimmten Österreich-Bezug erkennen.“

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KO KOSMO-Redaktion
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