Ein stiller Abend in Wien-Hernals endet für ein Kind mit Lebensgefahr – und enthüllt ein Risiko, das viele Haushalte betrifft.
In Wien-Hernals ist am Dienstagabend ein elfjähriges Mädchen durch eine Kohlenmonoxidvergiftung in Lebensgefahr geraten und bewusstlos aufgefunden worden. Ein Notarzthelikopter brachte das Kind in ein Krankenhaus, wo es in einer Druckkammer behandelt wird. Die hyperbare Sauerstofftherapie dient dazu, das Kohlenmonoxid rascher aus dem Körper zu eliminieren und das Risiko von Spätschäden zu senken.
Ort des Geschehens
Großeinsatz in Hernals
Der Alarm für Berufsfeuerwehr und Berufsrettung Wien ging kurz nach 21 Uhr ein, woraufhin die Einsatzkräfte in die Frauenfeldergasse ausrückten. „Wir rückten mit sechs Fahrzeugen und 24 Mann an“, erklärte Christian Feiler, Sprecher der Berufsfeuerwehr Wien, gegenüber krone.at. Da in der betroffenen Wohnung erhöhte CO-Werte gemessen wurden, zogen die Einsatzkräfte eine Kontrolle des gesamten Wohngebäudes nach.
„Die Familie des Mädchens konnte in häusliche Pflege entlassen werden“, so Corina Had von der Berufsrettung Wien. Gegen 22.30 Uhr war der Einsatz abgeschlossen.
Gefährliche Kombination
Mobile Klimageräte mit Abluftschlauch können in Kombination mit Gasthermen ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen: Weil sie die Raumluft nach außen befördern, entsteht im Inneren ein Unterdruck. Wenn dabei nicht ausreichend Frischluft nachströmt, können die Abgase der Gastherme – darunter das farb- und geruchlose, hochgiftige Kohlenmonoxid – nicht mehr regulär über den Kamin abziehen und gelangen stattdessen in den Wohnraum zurück. Mögliche Folgen reichen von Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit bis hin zu Bewusstlosigkeit oder Tod.
Fachleute raten daher, solche Geräte nicht gleichzeitig zu betreiben oder durch geeignete technische Vorkehrungen – etwa eine ausreichende Frischluftzufuhr oder eine automatische Sicherheitsabschaltung – für einen sicheren Betrieb zu sorgen.