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Verhaltenskodex

Kinderschutzkonzepte an Schulen in Österreich ab Herbst Pflicht

(FOTO: iStock/Elmar Gubisch/BKA/Florian Schrötter)
(FOTO: iStock/Elmar Gubisch/BKA/Florian Schrötter)

Die neue Schulordnung 2024 in Österreich macht Kinderschutzkonzepte und -teams an allen Schulen ab Herbst zur Pflicht. Diese Konzepte umfassen Risikoanalysen und klare Handlungsanweisungen bei Verdachtsfällen von Gewalt oder Missbrauch. Zusätzlich werden Mittel für Fort- und Weiterbildung bereitgestellt, um Lehrkräfte in diesem Bereich zu unterstützen.

Kinderschutzkonzepte werden ab Herbst in Österreich an jeder Schule obligatorisch sein. Jede Schule muss ein eigenes Kinderschutzkonzept mit Risikoanalyse und Team haben. Die Schulordnung 2024 wird auch einen Verhaltenskodex für alle im Schulgebäude Eintretenden einführen. Dieser Kodex wird klare Handlungsanweisungen für den Umgang mit Verdachtsfällen enthalten.

Mittel für Fort- und Weiterbildung

Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) kündigte bei einer Pressekonferenz zusätzliche Mittel für Fort- und Weiterbildung an. Er betonte, dass diese Maßnahmen darauf abzielen, Kinder vor jeglicher Form von Gewalt zu schützen. Polaschek erwartet keinen Mehraufwand für die Schulen. Er sieht es als Verantwortung der Lehrkräfte an, Maßnahmen zum Schutz von Kindern zu ergreifen.

Barbara Neßler, Kinder- und Jugendsprecherin der Grünen, unterstreicht die Bedeutung eines sicheren Umfelds für Kinder in der Schule. Sie betont auch die Notwendigkeit, dass Kinder wissen, an wen sie sich wenden können. Die Umsetzung der Kinderschutzkonzepte wird nun gesetzlich geregelt.

Die Schulen erhalten Handreichungen für die praktische Umsetzung der Konzepte. Diese sollen auf bisherigen Erfahrungen basieren. Die Konzepte müssen mit Leben erfüllt werden und dürfen nicht nur auf dem Papier existieren.

Hilfe bei Missbrauch für Kinder und Erwachsene

Falls Sie Personen kennen, die unter psychischem, physischem und/oder sexuellem Missbrauch leiden, zögern Sie nicht um Hilfe zu bitten:

Rat auf DrahtOnlineberatung
Chatberatung Mo bis Fr, 18 – 20 Uhr
Rat auf Draht: 147
Sozialpsychiatrischer Notdienst: 01 / 310 87 79
Frauenhelpline: 0800 222 555
Sorgentelefon für Alle: 0800 / 20 14 40
Psychiatrische Soforthilfe: 01 / 313 30

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