Kaum im Amt, schon in Brüssel: Denis Becirovic setzt mit seinem ersten Schritt als Präsidiumsvorsitzender ein klares außenpolitisches Signal.
Gleich am ersten Tag seiner Rotation im Vorsitz des Präsidiums von Bosnien und Herzegowina reiste Denis Becirovic zu einem Arbeitsbesuch ins NATO-Hauptquartier nach Brüssel. Im Mittelpunkt standen dabei die euroatlantischen Ambitionen des Landes sowie Gespräche mit hochrangigen Vertretern der Allianz.
Die Wahl Brüssels als ersten Anlaufpunkt ist dabei kein Zufall. Aus dem Büro Becirovics heißt es, die Reise solle internationalen Partnern unmissverständlich signalisieren, in welche Richtung sich Bosnien und Herzegowina bewegen will: hin zu Stabilität, vertiefter Zusammenarbeit und den Reformen, die sowohl für eine engere Einbindung in die NATO als auch für den Weg in die Europäische Union unabdingbar sind.
Klare Prioritäten
In Brüssel machte Becirovic deutlich, dass die strategische Ausrichtung des Landes auf eine stärkere Integration in die Strukturen des Bündnisses abzielt. Die NATO-Mitgliedschaft bezeichnete er als eine der zentralen außenpolitischen Prioritäten Bosnien und Herzegowinas.
Der Beitritt zur Allianz wird dabei nicht allein als sicherheitspolitisches Ziel verstanden. Laut Angaben aus dem Umfeld des Präsidiumsvorsitzenden gilt die Mitgliedschaft als wesentliche Voraussetzung für langfristige Stabilität, innere Sicherheit und wirtschaftliche Entwicklung des Landes.