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Belastung

Klassenzimmer wie Backöfen: Erste Schulen geben „hitzefrei

Klassenzimmer wie Backöfen: Erste Schulen geben „hitzefrei
FOTO: iStock
2 Min. Lesezeit |

Flimmernde Hitze, aufgeheizte Klassenzimmer – und Schulen, die eigene Wege gehen. Was das für Eltern bedeutet, wird jetzt konkret.

Die anhaltende Hitzewelle erreicht nun auch Österreichs Schulen – und einige Bildungseinrichtungen reagieren bereits mit konkreten Anpassungen des Unterrichtsbetriebs. An einzelnen Standorten dürfen Schülerinnen und Schüler in den nächsten Tagen früher nach Hause, sofern die Erziehungsberechtigten ihr Einverständnis geben. Wie das Portal Heute berichtet, hat eine Schule im Burgenland ihren Stundenplan aufgrund der Hitzebelastung bereits verkürzt.

Hitzefrei in Wien

Auch in Wien zeigen sich erste Reaktionen: Das Gymnasium Kundmanngasse in Wien-Landstraße gewährt seinen Schülerinnen und Schülern angesichts der anhaltenden Temperaturen erstmals Hitzefrei. Die Schuldirektorin begründet diesen Schritt in einem Elternschreiben mit der extremen Aufheizung der Unterrichtsräume. „Für diese Woche ist eine Hitzewelle prognostiziert, die Temperaturen sollen bis Ende der Woche noch höher steigen. Unsere Klassenräume heizen sich in diesen Tagen extrem auf, die Jalousiennetze halten die Wärme kaum auf“, berichtet Kosmo.

Donnerstag und Freitag können Kinder kurz vor Einsetzen der Mittagshitze, also gegen 12 Uhr, von ihren Eltern abgeholt werden. Als Grund für die Abwesenheit ist schlicht „Hitze“ einzutragen.

Keine gesetzliche Grundlage

Eine gesetzliche Grundlage für „Hitzefrei“ existiert in Österreich jedoch nicht. Das Bildungsministerium hält fest, dass die Betreuungspflicht während der Unterrichtszeit auch bei extremen Temperaturen aufrecht bleibt. Schulen sind daher angehalten, zunächst alternative Maßnahmen zu ergreifen, um den Unterricht unter zumutbaren Bedingungen fortführen zu können.

Dass das Thema hochaktuell ist, zeigt eine aktuelle wissenschaftliche Befragung: Laut einer im Rahmen des Sparkling-Science-Projekts präsentierten Umfrage unter mehr als 1.500 Personen geben rund 88 Prozent an, dass hohe Temperaturen in Schulen als Belastung empfunden werden, und 91 Prozent sind der Meinung, dass an Schulen konkrete Maßnahmen gegen Hitze gesetzt werden sollten.

Dazu gehören unter anderem die Verlegung des Unterrichts in kühlere Räume oder ins Freie, der Verzicht auf körperlich anstrengende Aktivitäten, angepasste Pausenzeiten, ausreichende Versorgung mit Trinkwasser sowie – wo möglich – Nachtlüftung der Gebäude. Das Bildungsministerium räumt ein, dass das Thema Hitze in Schulen zunehmend an Relevanz gewinnt, und kündigt an, Möglichkeiten zu prüfen, wie hohen Temperaturen in Schulgebäuden künftig noch wirkungsvoller begegnet werden kann.

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KO KOSMO-Redaktion
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