Ein routinemäßiger Zahnarztbesuch in Bursa, Türkei, nahm für den 40-jährigen Ramazan eine dramatische Wendung: Nach Zahnschmerzen aufgesucht, sollte er Implantate bekommen und erwachte nach der Behandlung mit einer Schraube im Gehirn. Dieser Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Risiken zahnmedizinischer Eingriffe und den umstrittenen Umgang mit medizinischen Komplikationen.

Zahnschmerzen
Ramazan, der aufgrund von Schmerzen einen Zahnarzt aufsuchte, bekam unerwartet die Empfehlung, sich Implantate einsetzen zu lassen. Trotz seiner Bedenken, hervorgerufen durch ein vom Zahnarzt als defekt bezeichnetes Gerät, ließ er sich auf die Prozedur ein. „Er sagte, er sei ein Experte auf diesem Gebiet“, berichtet Ramazan.
Zahnarzt flüchtete
Die Behandlung nahm jedoch eine schreckliche Wendung, als Ramazan durch unerträgliche Schmerzen ohnmächtig wurde. „Als er den Ernst der Lage erkannte, brachte er mich in die Notaufnahme des Universitätskrankenhauses Uludag und haute ab“, erzählt Ramazan.
Nach einer komplexen Operation eröffneten ihm die Ärzte, dass eine Schraube vom Oberkiefer bis in sein Gehirn getrieben worden war, nur wenige Millimeter entfernt von seinem Auge.
Turkish dental surgeon screwed tooth implant into father's BRAIN cavity in horrific blunder – then dumped him at a hospital and fled https://t.co/24Cz8Yf0hC @Dentaltown – Implant Failures – Identifying Cause https://t.co/MoYsGF915Z pic.twitter.com/Qlb0ULyUab
— Howard Farran (@HowardFarran) April 23, 2024
Streit um Kosten für gescheiterte Behandlung
Zu den physischen und emotionalen Leiden kommt auch noch ein finanzieller Schaden hinzu: Der Zahnarzt verweigert die Erstattung der Behandlungskosten mit der Begründung, bei dem Vorfall habe es sich um eine normale „medizinische Komplikation“ gehandelt. Eine weitere Kontaktaufnahme oder eine Nachfrage nach seinem Zustand blieb vonseiten des Zahnarztes aus.
