Krankenschwestern – Unsere Heldinnen der Wiener Spitäler! (GALERIE)

INTERVIEW

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Krankenschwestern – Unsere Heldinnen der Wiener Spitäler! (GALERIE)

Krankenschwester
FOTO: KOSMO

Sie verfügen nicht nur über unfassbare Stärke, Ehrgeiz und Durchhaltevermögen, auch ihre Empathie, Geduld und Menschlichkeit scheint schier grenzenlos. Sie sind die Ersten, die sich um uns kümmern, wenn wir krank sind und die Letzten, die uns verabschieden, wenn wir wieder gesund sind…Krankenschwestern – unsere Heldinnen der Wiener Spitäler. Drei von ihnen möchten wir euch hiermit näher vorstellen:

Nikolina Martinović
Intensivstation, Wilhelminenspital

FOTO: KOSMO

Trotz ihres jungen Alters, verübt die gebürtige Wienerin eine der verantwortungsvollsten Arbeiten der Welt – sie kümmert sich um Menschen, die in Lebensgefahr schweben. Ihre Liebe zu diesem äußert humanen Beruf entsprang ihrer offenen und sozialen Natur. Vor fast drei Jahren hat sie ihre Karriere im Wilhelminenspital auf der Intensivstation begonnen, nachdem sie diplomierte.

„Ich habe nach der Gesundheits- und Krankenpflegeschule, die ich im Wilhelminenspital absolviert habe, an der University of Nicosia den Bachelor of Science in Nursing nachgeholt und im Anschluss gleich mit dem Master of Science an der FH Wien angefangen und sollte voraussichtlich im Oktober 2020 fertig sein. Für einen weiteren Werdegang und Aufstieg in der Karrierelaufbahn ist es sicher von hoher Relevanz, einen akademischen Abschluss zu haben“, erzählt uns unsere fleißige Gesprächspartnerin über ihre Ausbildung.

Aus ihrer Geschichte lässt sich erkennen, dass sich Krankenpflegepersonen nahezu ständig weiterbilden und aufsteigen können und eine Vielzahl an Ausbildungsmöglichkeiten genießen. „Gleichzeitig zu arbeiten und zu studieren ist strapaziös, aber es ist machbar und es macht mir Freude, dass ich immer etwas Neues dazu lernen kann.“ Bis zum Ende ihrer Ausbildung wusste sie nicht genau, auf welchen Bereich sie sich spezialisieren wollte. „In dem letzten Praktikum ist mir erst bewusst geworden, dass mich der Bereich der Intensivmedizin gemeinsam mit der technischen Kompetenz sehr reizt und dass ich künftig in diesem Bereich tätig sein möchte. Das hat mich speziell herausgefordert und auch glücklich gemacht.“ Jetzt arbeitet sie in einem großen und abwechslungsreichen Team. An dieser Intensivstation gibt es insgesamt acht Betten mit PatientInnen unterschiedlicher Bedürfnisse.

„Wir haben sowohl wache PatientInnen, als auch jene im künstlichen Koma. Wenn der Tag nach Routine abläuft, dann haben wir zuerst die Dienstübergabe (Tag- und Nachtdienst). Wir lernen die PatientInnen kennen und stellen uns vor. Je nachdem, ob sie essen oder nicht, richten wir ihnen das Frühstück her, verabreichen die Morgenmedikation und fangen mit der Körperpflege an. Wir haben regelmäßige Besprechungen mit den ÄrztInnen, um eine optimale Betreuung der PatientInnen zu gewährleisten“. Dazwischen wird viel Wert darauf gelegt, dass es den PatientInnen gut geht, zu erheben welche Bedürfnisse diese haben, Entlastungsgespräche mit ihnen zu führen und dergleichen. Wir lernen viel von unseren PatientInnen und bauen zu ihnen ein Vertrauensverhältnis auf.“

Aber, wenn es zu Notfallsituationen kommt, kann es auf der Intensivstation natürlich hektisch zugehen. „Jeder Tag ist bei uns eine Herausforderung, weil man nie weiß, wie dieser anfängt und endet. Daher ist Belastbarkeit erforderlich und auch eine gewisse Flexibilität, die wir uns ziemlich früh aneignen. Für mich ist es immer noch aufreibend, wenn schwere Akutfälle ankommen und wenn das Leben der PatientInnen nicht gerettet werden kann. Das ist nach wie vor sehr belastend, aber ich bemühe mich, einen Ausgleich zu finden.

„Nach belastenden Ereignissen benötige ich Phasen für die Evaluation und gleichzeitig für die persönliche Verarbeitung der Situation“. Deswegen ist es auch von hoher Relevanz, dass das Krankenpflegepersonal belastbar, flexibel und motiviert ist, Neues, komplexes Wissen zu erlernen. „Wir haben zudem viele spannende, abwechslungsreiche Tätigkeiten, von daher ist eine regelmäßige Fortbildung unabdingbar“. „Des Weiteren zählt zu unseren Kompetenzen die Teamfähigkeit, Empathie und das vernetzte Denken“. „Wenn sich Personen in den genannten Eigenschaften wiederfinden, freuen wir uns über Bewerbungen“.

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