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Eskalation

Kriegseskalation: Putin schickt 741 Todesgeschosse in einer Nacht

Kriegseskalation: Putin schickt 741 Todesgeschosse in einer Nacht
EPA-EFE/MIKHAIL METZEL
3 Min. Lesezeit |

Mit 728 Drohnen und 13 Raketen überzog Russland die Ukraine in einer einzigen Nacht. Der massive Luftschlag trifft das Land inmitten internationaler Friedensbemühungen.

In der Nacht auf Mittwoch führte Russland einen der schwersten Luftangriffe seit Kriegsbeginn gegen die Ukraine durch. Mit insgesamt 728 Drohnen und 13 Raketen attackierte Moskau mehrere Regionen des Nachbarlandes, wobei besonders der Westen des Landes ins Visier genommen wurde. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe konnten 711 Drohnen und mindestens sieben Raketen abgefangen werden. Besonders betroffen waren die Städte Luzk, Lwiw, Chmelnyzkyj, Ternopil und die Hauptstadt Kiew.

Tausende Zivilisten verbrachten die Nacht in Schutzräumen, U-Bahn-Stationen und Kellern, während sie auf ihren Mobiltelefonen die fortlaufenden Luftalarm-Meldungen verfolgten. In mehreren Städten kam es zu Bränden und mindestens drei Personen wurden verletzt. Die Angriffe erfolgten so grenznah, dass Polen als Vorsichtsmaßnahme Kampfjets zur Sicherung des eigenen Luftraums aufsteigen ließ.

Verstärkte Militäroperationen

Die jüngste Attacke reiht sich ein in eine Serie verstärkter militärischer Operationen Moskaus der vergangenen Wochen. Es handelt sich bereits um den dritten massiven Angriff seit Ende Mai, wobei die russischen Streitkräfte vermehrt auf iranische Shahed-Drohnen (Einweg-Angriffsdrohnen) und ballistische Raketen zurückgreifen. Die Intensität der Angriffe hat merklich zugenommen.

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Selenskyjs Forderungen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reagierte mit scharfer Kritik und forderte von den westlichen Verbündeten entschiedenere Maßnahmen gegen Moskau. „Dieser Angriff ist bezeichnend – und er kommt genau zu einem Zeitpunkt, an dem so viele Bemühungen um Frieden und einen Waffenstillstand unternommen wurden“, erklärte der Staatschef. Selenskyj drängte auf „schmerzhafte“ Sanktionen und weitere Strafmaßnahmen gegen den russischen Rohölhandel.

Er ging so weit zu sagen, dass jene, die russisches Öl kaufen, Morde finanzierten. Mit Nachdruck appellierte er an die internationale Gemeinschaft: „Unsere Partner wissen, wie sie Druck ausüben können, um Russland dazu zu bringen, über ein Ende des Krieges nachzudenken, nicht über neue Angriffe.

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Wer Frieden will, muss handeln.“

Sabotage der Friedensbemühungen

Die massive Angriffswelle erfolgt parallel zu intensiven diplomatischen Initiativen der USA und der EU, die auf eine Waffenruhe und neue Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien abzielen. Selenskyj bezeichnete die Angriffe als gezielte Sabotage aller Friedensinitiativen. Beobachter sehen die Erfolgschancen für eine baldige Waffenruhe nach dieser Eskalation als äußerst gering an.

Aus Washington verlautete, dass US-Präsident Donald Trump zusätzliche Sanktionen gegen Russland prüft und die Lieferung weiterer Luftabwehrsysteme an die Ukraine erwägt. Auch die deutsche Bundesregierung hat als Reaktion eine verstärkte Unterstützung der ukrainischen Luftverteidigung angekündigt. Durch die massiven Angriffe erhöht Moskau gezielt den Druck auf Kiew und seine westlichen Verbündeten – und demonstriert den festen Willen, trotz laufender Friedensgespräche die militärische Operation fortzusetzen.

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KO KOSMO-Redaktion
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