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Durchbruch

Ladezeit: Wiener Forscher knacken 8-Minuten-Marke für E-Autos

Ladezeit: Wiener Forscher knacken 8-Minuten-Marke für E-Autos
FOTO: iStock/Francesco Rizzuto
2 Min. Lesezeit |

Das AIT Austrian Institute of Technology hat mit seinem Projekt „Medusa“ den Houskapreis (Österreichs bedeutendster privater Forschungspreis) gewonnen. Die Wiener Forscher könnten damit einen Durchbruch im Bereich der Schnellladetechnologie für Elektrofahrzeuge erzielt haben. Das innovative System ermöglicht es, eine 400-kWh-Batterie eines Busses in nur acht Minuten vollständig aufzuladen – ein entscheidender Fortschritt besonders für den Schwerlastverkehr. Die Technologie verbindet Batteriespeichersysteme mit Photovoltaik und senkt dadurch den Schadstoffausstoß erheblich.

Projektpartner und Zeitplan

Das 2021 gestartete Projekt „Medusa“ befindet sich aktuell in seiner zweiten Implementierungsphase, die von 2024 bis 2027 läuft. Hinter dem ambitionierten Vorhaben steht ein Netzwerk namhafter Partner, darunter AVL, Infineon, die Technische Universität Wien sowie die Montanuniversität Leoben. Projektleiter Markus Makoschitz betont nach der Preisverleihung die Prioritäten seines Teams: „Wir fokussieren uns auf smarte, wirtschaftliche Lösungen, Leistungsfähigkeit, Effizienz und Marktrelevanz. Nur dann werden unsere Multi-Megawatt-Schnellladestationen auch wirklich in der Praxis wirksam sein.“

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AIT-Geschäftsführerin Brigitte Bach unterstreicht die Bedeutung des Erfolgs: „Diese Auszeichnung unterstreicht, wie entscheidend angewandte Spitzenforschung für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschafts- und Technologiestandorts ist.“

„Medusa“ steht für innovative Lösungen mit unmittelbarer Marktrelevanz.

Revolutionäre Ladetechnik im Vergleich

Der Innovationssprung von „Medusa“ wird besonders im direkten Vergleich deutlich: Herkömmliche Schnellladestationen benötigen für eine 400-kWh-Batterie etwa viereinhalb Stunden bis zur vollen Ladung. Die Wiener Technologie reduziert diese Zeit auf nur acht Minuten und setzt damit einen neuen Industriestandard. Dies gelingt durch die direkte Anbindung ans Mittelspannungsnetz kombiniert mit leistungsstarken Batteriespeichern.

Für den öffentlichen Nahverkehr und die Logistikbranche bedeutet dies einen entscheidenden Durchbruch. Busse und Schwerlastfahrzeuge können künftig bei minimalen Standzeiten geladen werden, was den Betriebsablauf erheblich effizienter gestaltet. Insbesondere für Städte wie Wien ergibt sich ein Standortvorteil bei der Elektrifizierung von Bus- und Logistikflotten, da durch die integrierten Speichersysteme auch Lastspitzen im Stromnetz intelligent ausgeglichen werden können.

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KO KOSMO-Redaktion
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