Jérôme Boateng, der ehemalige Fußballweltmeister, muss sich diesen Sommer vor dem Landesgericht München verantworten. Gegenstand der Verhandlung sind erneut Vorwürfe der Gewalt, die seine Ex-Freundin gegen ihn erhoben hat. Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass der Prozessbeginn für den 14. Juni angesetzt ist.

Nach einem mehrjährigen Rechtsstreit wird der Fall somit ein weiteres Mal aufgenommen. Der 35-jährige Berliner sah sich schon 2022 mit Anklagen der Beleidigung und Körperverletzung konfrontiert und wurde erstinstanzlich verurteilt. Das Bayerische Oberlandesgericht hob diese Entscheidung jedoch aufgrund von Verfahrensfehlern im September letzten Jahres auf.
Neubeginn vor dem Gericht
Das Gerichtsverfahren startet nun von vorn, weil sowohl Boateng als auch die Staatsanwaltschaft und die Nebenklage Berufung eingelegt hatten. Im Rahmen der Neuverhandlung sind sechs Verhandlungstage eingeplant. Der Kern der Anschuldigungen dreht sich dabei um den Vorwurf, Boateng habe seine damalige Partnerin während eines Urlaubs im Jahr 2018 physisch angegriffen und beleidigt. Das Gericht hatte Boateng 2022 zu einer Geldstrafe von etwa 1,2 Millionen Euro verurteilt, eingeteilt in 120 Tagessätzen, wodurch er als vorbestraft galt – ein Urteil, das jedoch aufgrund eines kritischen Verfahrensfehlers aufgehoben wurde.
Die bevorstehende Verhandlung birgt sowohl für Boateng als auch für seine Ex-Freundin hohe Risiken. Ein Freispruch wäre die erhoffte Wendung für Boateng, während eine erneute Verurteilung nicht nur die Bestätigung der vorherigen Anschuldigungen bedeuten würde, sondern auch eine möglicherweise noch höhere Strafe nach sich ziehen könnte. Dieser Umstand wird speziell dadurch verstärkt, dass sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Nebenklage Revision eingelegt haben.
Wiederholte Kontroversen
Die neuerlichen juristischen Herausforderungen sind nicht die einzigen Vorwürfe, die Boateng in der Vergangenheit erreichten. Auch im Zusammenhang mit dem tragischen Selbstmord einer weiteren Ex-Freundin geriet er unter Druck. Sein Bruder, der frühere Profi von Hertha BSC, Kevin-Prince Boateng, hatte sich in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung von ihm distanziert.
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Jérôme Boateng, dessen Karriere einst glanzvoll begann und ihn 2014 zum Weltmeistertitel mit der deutschen Nationalmannschaft führte, steht nunmehr im Handlungsfeld strafrechtlicher Verfolgung. Der einstige FC Bayern München-Verteidiger, der kürzlich vom italienischen Serie-A-Schlusslicht Salernitana unter Vertrag genommen wurde, sieht sich mit dem wiederholten Vorwurf konfrontiert, während einer Beziehung Gewalt ausgeübt zu haben.
Vertrag bis 2026
Der zweifache Champions-League-Sieger und Weltmeister von 2014 unterzeichnet einen Vertrag bis Sommer 2026.
„Es ist ein absoluter Wahnsinn und unfassbar, dass wir mit Jerome Boateng einen international derart begehrten Ausnahmespieler und Vorzeigeathleten zum LASK holen konnten. Er hatte zahlreiche, hochdotierte Angebote vorliegen. Dass wir uns hier durchsetzen konnten und er sich für einen Wechsel nach Oberösterreich entschieden hat, war nur möglich, weil er unsere Vision vollumfänglich mitträgt und den sportlichen Weg über seine wirtschaftlichen Interessen gestellt hat. Er ist uns finanziell massiv entgegengekommen, andernfalls wäre seine Verpflichtung nicht möglich gewesen. Das zeigt seinen außergewöhnlichen Charakter und dafür möchten wir uns bei ihm und seinem Management recht herzlich bedanken“, so LASK-CEO Sigmund Gruber über den Transfer-Coup.
„Ich blicke der Zeit beim LASK mit großer Vorfreude entgegen. Die Verantwortlichen haben sich enorm um mich bemüht und mir in den gemeinsamen Gesprächen von Beginn an vermittelt, mich auf dem eingeschlagenen Weg unbedingt dabei haben zu wollen. Ich hatte zahlreiche Angebote vorliegen, habe mich aber bewusst für den LASK entschieden, weil mich der sportliche Weg, die Idee und die Visionen des Vereins vollauf überzeugt haben. Das hat für mich einen deutlich höheren Stellenwert als der finanzielle Faktor. Der Klub hat in den vergangenen Jahren etwas Großes aufgebaut, mit meiner Erfahrung möchte ich dem LASK nun dabei helfen, die nächsten Schritte zu machen. Ich bin voller Tatendrang und werde alles daransetzen, gemeinsam mit dem LASK so erfolgreich wie möglich zu sein.“, so Boateng.
