Ausgerechnet bei einem Lawinenkunde-Kurs wurden vier Tourengeher von Schneemassen in den Tod gerissen. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Bergführerin.
Nach dem tödlichen Lawinenunglück im Großarltal hat die Staatsanwaltschaft nun ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Im Zentrum der Untersuchungen steht eine 41-jährige Bergführerin des Alpenvereins, die eine siebenköpfige Gruppe bei einem Ausbildungskurs angeführt hatte. Die Behörde prüft den Verdacht der fahrlässigen Tötung und hat bereits einen Sachverständigen mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt.
Die Tragödie ereignete sich am Samstag während eines Kurses, der ausgerechnet Lawinenkunde und Risikoeinschätzung zum Thema hatte. Die Gruppe wurde von einer Lawine erfasst, die vier Menschenleben forderte. Unter den Opfern befanden sich zwei Tiroler im Alter von 65 und 63 Jahren, eine 60-jährige Steirerin sowie ein 53-jähriger Oberösterreicher – allesamt erfahrene Tourengeher.
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Die Salzburger Bergführerin sowie ein 58-jähriger Salzburger konnten aus den Schneemassen gerettet werden und überlebten das Unglück.
Ermittlungen laufen
Elena Haslinger von der Salzburger Staatsanwaltschaft bestätigte auf Anfrage der „Krone“: „Es wurde ein Ermittlungsverfahren gegen eine Bergführerin wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet.“ Die Anklagebehörde hat zudem einen Fachmann aus dem Bereich der Lawinenkunde mit einem Gutachten beauftragt.
Der hinzugezogene Experte soll nun wesentliche Aspekte der Tour untersuchen, darunter den Aufstieg sowie die herrschenden Wetter- und Schneeverhältnisse. Eine zentrale Frage, die die Ermittler beschäftigt: War es die Gruppe selbst, die am Samstagnachmittag am Finsterkopf die Lawine auslöste, oder kam es zu einem natürlichen Abgang der Schneemassen?
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Die Ermittlungsbehörden arbeiten nun daran, den exakten Hergang des Unglücks zu rekonstruieren.