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Mordgeständnis

Lebenslang für Jennis Killer – doch der Schmerz der Mutter bleibt

Lebenslang für Jennis Killer – doch der Schmerz der Mutter bleibt
FOTO: LPD Wien
2 Min. Lesezeit |

Acht Jahre Ungewissheit, ein Geständnis und ein Urteil – jetzt beginnt für eine Mutter der lange Weg zum Frieden.

Acht Jahre lang suchte Brigitta Scharinger nach ihrer Tochter Jenni – eine Suche, die sie mit ihren eigenen Ersparnissen finanzierte und durch zahlreiche organisierte Suchaktionen am Leben erhielt. Im Dezember 2025 kam schließlich die Gewissheit, die sie so lange ersehnt hatte: Clemens T., der Ex-Freund ihrer Tochter, gestand den Mord. Die Mutter war beim Prozess nicht persönlich anwesend – sie verfolgte die Ereignisse aus der Ferne. „Per Internet. Und es waren Vertraute von mir vor Ort, die mich mittels WhatsApp informierten“, schilderte sie gegenüber der Kronen Zeitung.

Erschütterndes Geständnis

Vor dem Gericht legte Clemens T. ein erschütterndes Geständnis ab: „Ich habe Gott gespielt. Ich habe Jenni das Leben genommen, ich habe sie erwürgt.“ Für Brigitta Scharinger war die Verhandlung dennoch eine schwere Last – sie bemängelte, dass ihrer Tochter im Verlauf des Prozesses zu wenig Raum gegeben wurde.

Das Urteil, wenngleich noch nicht rechtskräftig, brachte ihr eine gewisse Erleichterung. Den entscheidenden Durchbruch hatte im Februar 2025 ein Bekannter herbeigeführt, der über eine Dating-Plattform Kontakt zu Clemens T. aufnahm – ein Schritt, der letztlich zur Aufklärung des Falls beitrug. Am 8. Dezember gestand Clemens T. schließlich die Tat, nachdem es zu einem Vorfall mit seiner damaligen Freundin gekommen war. Clemens T. wurde zu lebenslanger Haft verurteilt und zusätzlich in ein forensisch-therapeutisches Zentrum eingewiesen.

Trotz allem hegt Brigitta Scharinger keinen Groll gegenüber dem Verurteilten: „Ich hege keinen Hass gegen ihn. Ich wünsche mir nur, dass er nie mehr einem Mädchen Böses antun kann.“

Innere Befriedung

Nachdem Clemens T. den Ermittlern jenen Ort gezeigt hatte, an dem er Jennis Leiche zurückgelassen hatte, konnte Brigitta Scharinger einen ersten Schritt in Richtung innerer Befriedung tun. Geplant sind nun eine kirchliche Messe sowie die Überführung von Jennis Asche in ihr Heimatdorf – die Urne soll unter einem großen Kreuz im Garten der Mutter ihren Platz finden.

In den schwersten Momenten fand Brigitta Scharinger Halt in der Gewissheit, dass ihre Tochter bei ihr war. „Ich weiß, ihre Seele war im Gerichtssaal“, sagte sie. Und auf dem Partezettel für Jenni steht geschrieben: „Wir lassen dich aus Liebe los, damit deine Seele Frieden finden kann.“

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KO KOSMO-Redaktion
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