Ein ungewöhnlicher Fall hat die Gerichte in Linz erreicht: Ein Pizzawirt, dessen kulinarische Kreationen online kritisiert wurden, drohte seiner unzufriedenen Kundin mit Brandstiftung.
Das Restaurant, bekannt für seine „Pizza Diabolo“ und weitere italienische Spezialitäten, erfreute sich bis vor kurzem noch einer soliden Reputation in der Linzer Gastronomieszene. Doch dann kam eine Kundin, deren Gaumen die angebotene Pizza und Co. nicht überzeugen konnte. Sie äußerte ihren Unmut öffentlich in Form einer negativen Google-Rezension, die dem Wirt des Lokals sauer aufstieß.
Drohung und Nötigung
In einem Anfall von Wut, konnte der damals 32-jährige Wirt seine Enttäuschung nicht hinunterschlucken. Stattdessen entschied er sich, die Kundin direkt zu kontaktieren und forderte sie auf, ihre negative Bewertung zu löschen. Als die Kundin dieser Aufforderung nicht nachkam, eskalierte die Situation: Er drohte ihr laut der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Linz, ihre Wohnung in Brand zu setzen.
Mit dieser Drohung hat der Pizzawirt möglicherweise eine rote Linie überschritten. Die Staatsanwaltschaft Linz sieht in der Drohung den Tatbestand der Nötigung erfüllt. Sollte der Wirt schuldig gesprochen werden, drohen ihm eine Haftstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren.
Die Folgen für das Restaurant sind noch unklar. Ein derartiger Vorfall kann erhebliche Auswirkungen auf den Ruf des Lokals haben und möglicherweise sogar zu seiner Schließung führen.
