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Chirurgie

Medizinisches Wunder: Lebensrettung nach Enthauptung

Medizinisches Wunder: Lebensrettung nach Enthauptung
Symbolfoto (FOTO: iStock/Gumpanat)
3 Min. Lesezeit |

In einem beispiellosen medizinischen Durchbruch im Juni gelang es israelischen Chirurgen, das Leben eines kleinen Jungen zu retten. Dieser hatte bei einem tragischen Fahrradunfall eine seltene und gefährliche Verletzung erlitt – eine innere Enthauptung. Das Hospital in Jerusalem, das die Neuigkeit verkündete, teilte mit, dass der zwölfjährige Suleiman Hassan aus dem Westjordanland die Patient war.

Die makabere Bezeichnung „innere Enthauptung“ bezieht sich auf die abrupte Trennung des Schädels von der obersten Wirbelsäule durch einen rauen Stoß. Dabei können die Kopfträgermuskulatur und -bänder zerreissen. Eine solche Verletzung gilt als äußerst ungewöhnlich, macht sie doch weniger als ein Prozent aller Wirbelsäulenverletzungen aus. Zudem ist die genaue Zahl von inneren Enthauptungen nicht bekannt. Etwa 70 Prozent der Betroffenen versterben unmittelbar oder während des Transports ins Krankenhaus.

Unfallhergang

Der kleine Hassan befand sich auf seiner Radtour, als er von einem Auto gerammt wurde. Sofort wurde er ins Hadassah Medical Center transportiert, wo die Ärzte feststellten, dass sein Kopf „fast vollständig von der Basis seines Halses abgetrennt“ war. In einer langwierigen Prozedur befestigten sie mit Stangen, Schrauben und Platten – und möglicherweise Knochentransplantaten – Schädel und Wirbelsäule wieder aneinander.

Dr. Ohad Einav, der leitende Orthopäde der Operation, unterstrich: „Dass wir das Kind retten konnten, verdanken wir unserem Wissen und der innovativsten Technologie im Operationssaal“. Trotz dieser unglaublichen Anstrengung gab Einav und seine Kollegen dem Jungen eine Überlebenschance von nur 50 Prozent. Die erfolgreiche Genesung des Jungen wurde daher als ein wahres Wunder dargestellt.

Intensive Rehabilitation

Nach dem Eingriff ist eine intensive Rehabilitation erforderlich, um die volle Beweglichkeit des Halses wiederherzustellen. Hassan wurde kürzlich mit einem Halskorsett aus dem Krankenhaus entlassen und seine Fortschritte werden sorgfältig überwacht. Zum Glück zeigt er keine neurologischen Ausfälle oder Störungen seiner Sinnes- oder motorischen Fähigkeiten und kann unabhängig gehen.

Keine alltägliche Operation

Die Operation sei „äußerst selten“, betonte Einav. „Die größere Kopfgröße eines Kindes im Vergleich zu einem Erwachsenen ist empfindlicher. Dies ist keine alltägliche Operation, insbesondere nicht bei Kindern und Jugendlichen, und erfordert ein hohes Maß an Wissen und Erfahrung“, fügte er hinzu. Eine Überblicksstudie aus dem Jahr 2015 stützt diese Aussage, indem sie feststellt, dass innere Enthauptungen bei Kindern dreimal häufiger auftreten als bei Erwachsenen.

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Dr. Marc Siegel, ein klinischer Professor der Medizin und praktizierender Internist am NYU Langone Medical Center, erklärte, dass die erstaunliche Operation nur möglich gewesen wäre, wenn die großen Blutgefäße intakt geblieben wären. Er betonte: „Der Schlüssel ist die Aufrechterhaltung des Blutflusses zum Gehirn“. Es scheint, dass die großen Blutgefäße wahrscheinlich nicht durchtrennt wurden. Daher kam es zu einem orthopädischen Wiederaufbau, möglicherweise durch den Einsatz von Stangen, dem Wiederanbringen von Bändern und möglicherweise Knochentransplantaten und Implantaten.

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KO KOSMO-Redaktion
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