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Spitalsreform

Medizinrechtsexpertin fordert Notfall-Reform nach Todesdrama

Medizinrechtsexpertin fordert Notfall-Reform nach Todesdrama
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Ein Todesfall vor dem Klinikum Zell am See erschüttert die Region. Während ein Patient vor dem Gebäude starb, durfte das medizinische Personal nicht eingreifen.

Nach dem tragischen Todesfall eines Patienten in unmittelbarer Nähe des Tauernklinikums Zell am See wird in der kommenden Woche ein runder Tisch einberufen. Ziel dieser Zusammenkunft ist die grundlegende Überarbeitung der bestehenden Spitalsvorgaben. Andreas Wimmreuter, Bürgermeister von Zell am See, bestätigt, dass Anfang November ein Treffen aller beteiligten Akteure stattfinden soll. „Es wird dabei darum gehen, die Abläufe so zu verbessern, dass so etwas nicht mehr passieren kann“, erklärt Wimmreuter.

Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf problematische Regelungen: Medizinisches Personal durfte aufgrund interner Vorschriften das Klinikgebäude nicht verlassen, um dem Notfallpatienten vor dem Spital zu helfen. Zusätzlich kam es zu Komplikationen bei der Rettungskette, als ein Krankenwagen des Roten Kreuzes zunächst falsch disponiert wurde und das falsche Krankenhaus anfuhr. Das Rote Kreuz gesteht Kommunikationsprobleme ein und beschreibt den Vorfall als unglückliche Verkettung mehrerer Umstände.

⇢ Patienten sterben – jetzt greift Ludwig durch!

Rechtliche Bewertung

Die renommierte Medizinrechtsexpertin Maria Kletecka nimmt in der Debatte Bezug auf das Ärztegesetz und rät Krankenhäusern mit vergleichbaren Richtlinien dringend zu deren Aktualisierung. „Diese Richtlinien sind natürlich extrem wichtig. Und ich glaube, die müssen insofern erweitert werden, dass es bei einem akuten Notfall für Ärztinnen und Ärzte auch möglich ist, das Haus zu verlassen, um diesen Menschen zu retten, wenn etwa intern gerade ein Patient den Mediziner nicht braucht.“, betont Kletecka.

Die Verantwortlichen des Tauernklinikums haben inzwischen angekündigt, ihre internen Vorschriften zu modifizieren, um künftig flexibler auf Notfallsituationen reagieren zu können.

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KO KOSMO-Redaktion
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