Im Zentrum eines Gerichtsfalles steht ein tragischer Vorfall in einem Motel in Kentucky. Ein 76-jähriger Gast erlitt im November 2021 schwere Verbrennungen, die ihm sein Leben kosteten.

Eine verhängnisvolle Dusche
Die Ereignisse nahmen ihren Lauf, als Alex Chronis unter die Dusche eines Motels stieg, nichts ahnend, dass das Wasser eine tödliche Falle darstellen würde. Untersuchungen zufolge erreichte die Wassertemperatur beinahe 66 Grad Celsius – ein Wert, der schwerste Verbrennungen beim Menschen verursachen kann. Trotz intensiver medizinischer Betreuung und einer Hauttransplantation erlag Chronis den Folgen seiner Verletzungen rund sieben Monate später im Juni 2022.
Rechtliches Nachspiel
Im Gerichtsverfahren wurde angeprangert, dass die Wassertemperatur im besagten Motel bedrohlich hoch eingestellt war. Die Anwälte der Familie führten an, dass Chronis „tiefe Verbrennungen zweiten und dritten Grades“ erlitten hatte, die auf die übermäßige Temperatur des Duschwassers zurückzuführen waren. Das Motel muss den Hinterbliebenen nun etwa zwei Millionen Dollar zahlen.
Die Verteidigung versuchte indes ohne Erfolg, die Anklage mit dem Argument zu entkräften, dass Chronis gar nicht Gast des Motels gewesen sei. Nun wurde dem Motel eine Frist von 30 Tagen eingeräumt, um Berufung gegen das Urteil einzulegen.