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Skandal

Missbrauch im SOS-Kinderdorf: Ermittlungen gegen knapp 200 Verdächtige

Missbrauch im SOS-Kinderdorf: Ermittlungen gegen knapp 200 Verdächtige
FOTO: iStock/eranicle
2 Min. Lesezeit |

Fast 200 Verdächtige, eine Reformkommission und ein Bericht, der kurz vor der Veröffentlichung steht – SOS Kinderdorf steht vor einer Zäsur.

Die Staatsanwaltschaft führt in Kärnten Ermittlungen gegen knapp 200 Personen, die im Zusammenhang mit den Missbrauchsvorwürfen rund um das SOS-Kinderdorf in Moosburg stehen. Die Geschäftsführung von SOS Kinderdorf hat eine vollständige Aufklärung zugesagt und erklärt, sämtliche Empfehlungen der eingesetzten unabhängigen Reformkommission umzusetzen – auch wenn deren konkreter Inhalt bislang noch nicht bekannt ist.

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe Anfang 2024 hat die Organisation mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Dienst freigestellt.

Griss‘ Bericht

Zur Aufarbeitung der Vorfälle wurde im Herbst eine Reformkommission ins Leben gerufen, der die frühere Präsidentin des Obersten Gerichtshofes, Irmgard Griss, vorsteht. Bei einem Auftritt in Klagenfurt am Donnerstag gab sie sich noch zurückhaltend, was die bevorstehenden Ergebnisse betrifft: „Also die Reformkommission hat, ich glaube, mit 100 Leuten gesprochen, hat sich sehr intensiv alles angeschaut. Wir waren in verschiedenen Kinderdörfern, haben umfangreiches Material bekommen und auch selber gesammelt. Wir sind dabei, den Bericht fertigzustellen und es ist absehbar, dass der Bericht veröffentlicht werden kann. Also das wird nicht mehr allzu lange dauern.“

Strukturelle Reformen

Das fünfköpfige Gremium konzentriert sich auf drei zentrale Fragestellungen: ob in der Vergangenheit Vorfälle vertuscht wurden, welche strukturellen Risikofaktoren innerhalb der Organisation bestehen und wie Betroffene künftig besser geschützt werden können.

Von Seiten des SOS Kinderdorf wurde betont, dass „Fehlverhalten Konsequenzen haben soll“ – diese könnten von arbeitsrechtlichen Schritten bis hin zu Strafanzeigen reichen, und auch Führungskräfte müssten mit dem Verlust ihrer Position rechnen. Darüber hinaus seien notwendige strukturelle Reformen vorgesehen.

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KO KOSMO-Redaktion
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