Ein Tretroller, eine Garagenausfahrt, ein Moment der Unachtsamkeit – und ein dreijähriges Kind kämpft um sein Leben.
Ort des Geschehens
Gegen 12.30 Uhr ereignete sich in der Hartlgasse ein schwerer Verkehrsunfall, wie eine Sprecherin der Landespolizeidirektion Wien bestätigte. Ein dreijähriger Bub war gemeinsam mit seinem Vater unterwegs, als er mit seinem Tretroller auf dem Gehsteig im Bereich einer Garagenausfahrt von einem herausfahrenden Pkw erfasst und zu Boden gestoßen wurde. Der Fahrzeuglenker dürfte das Kind dabei nicht bemerkt haben. Die Polizei bezeichnete die Örtlichkeit als „unübersichtlich“.
Reanimation am Unfallort
Noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte übernahm eine zufällig anwesende Notärztin die Erstversorgung des Kleinkindes. Die Wiener Berufsrettung traf kurz darauf ein – der Bub musste reanimiert werden und wurde anschließend mit einem Rettungshubschrauber mit schwersten Kopfverletzungen in ein Krankenhaus geflogen, wie ein Sprecher der Berufsrettung mitteilte.
Laut einem Bericht des ORF vom Samstagabend erlag der Dreijährige im Spital seinen Verletzungen. Eine offizielle Bestätigung der Polizei stand zu diesem Zeitpunkt noch aus.
Der Vater des Kindes wurde von einem Kriseninterventionsteam betreut.
Sicherheitsvorschriften für Garagenausfahrten
In Österreich müssen bei Ausfahrten und Einfahrten von Garagen, Parkgaragen und Parkplätzen, die auf Gehsteige oder Mischverkehrsflächen führen, gemäß den Richtlinien und Vorschriften für das Straßenwesen (RVS 03.02.12, Ausgabe 01.02.2023) bauliche oder verkehrstechnische Maßnahmen zur Sicherung der Sichtbeziehungen zwischen Fahrzeuglenkern und Fußgängern vorgesehen werden, etwa durch ausreichende Sichtdreiecke, Gehsteiganhebungen oder gesonderte Markierungen.