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Ermittlungen

Missbrauchsvorwürfe gegen Lehrer sorgen für Aufregung – neue Hinweise

Missbrauchsvorwürfe gegen Lehrer sorgen für Aufregung – neue Hinweise
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Ein Salzburger Volksschullehrer im Fokus der Ermittler – und nun tauchen neue Hinweise auf, die den Fall ausweiten.

Die Bildungsdirektion Salzburg sieht sich in der Causa rund um einen Lehrer der Volksschule Abfalter in Salzburg mit neuen Hinweisen auf mutmaßliche Übergriffe konfrontiert. Bereits zu Beginn des laufenden Schuljahres sollen Eltern die Schulleitung auf entsprechende Auffälligkeiten aufmerksam gemacht haben. Die Behörde hat eine umfassende Prüfung dieses Sachverhalts eingeleitet.

Vor einigen Wochen wurden Hinweise auf missbräuchliches Verhalten eines Religionslehrers bekannt, der Kinder „unangemessen berührt“ haben soll – es gilt die Unschuldsvermutung. Nachdem die Vorwürfe öffentlich wurden, erfolgte die Dienstfreistellung der beschuldigten Lehrperson umgehend, kurz darauf wurde sie suspendiert. Betroffene Kinder wurden befragt, die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf.

Unabhängige Anlaufstelle

Zu Beginn dieser Woche meldete sich zudem ein ehemaliges Schulkind und schilderte einen bislang unbekannten Vorfall aus früherer Zeit. Um eine vollständige und transparente Aufarbeitung zu gewährleisten, wurde eine unabhängige Anlaufstelle eingerichtet. Den Vorsitz übernimmt Hans Rathgeb, ehemaliger Präsident des Landesgerichts Salzburg.

Betroffene Personen können sich ab sofort an diese Stelle wenden. Strafrechtlich relevante Informationen leitet Rathgeb direkt an die Staatsanwaltschaft weiter. Die betroffenen Schülerinnen und Schüler werden durch Schulpsychologen begleitet.

Gutschi fordert Transparenz

Bildungslandesrätin Daniela Gutschi betont: „Wenn sich die Vorwürfe bestätigen, darf es hier keine Toleranz geben. Unser Anspruch ist eine größtmögliche Transparenz und lückenlose Aufklärung. Der Schutz unserer Kinder muss oberste Priorität haben.“

Bildungsdirektor Rudolf Mair kündigte an, die aktuellen Ereignisse zum Ausgangspunkt zu nehmen, um Schulen künftig noch gezielter für den Umgang mit derartigen Situationen zu sensibilisieren. Bei der nächsten Dienstbesprechung der Schulleitungen sollen konkrete Maßnahmen dazu vorgestellt werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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