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Feuerdrama

Mit 544 PS: Teenagerin kracht mit Luxus-BMW gegen Baum

Mit 544 PS: Teenagerin kracht mit Luxus-BMW gegen Baum
FOTO: Freiwillige Feuerwehr Sulz
2 Min. Lesezeit |

Im Wienerwald kam es am Dienstagabend zu einem folgenschweren Verkehrsunfall. Gegen 19.35 Uhr verlor eine 17-jährige Lenkerin aus dem Bezirk Mödling auf der Strecke zwischen Sittendorf und Gaaden in einer Rechtskurve die Kontrolle über einen BMW iX xDrive60 mit 544 PS. Das Elektrofahrzeug kollidierte mit einem Baum und fing sofort Feuer.

Aufmerksame Verkehrsteilnehmer, die kurz nach dem Unfall an der Stelle eintrafen, handelten geistesgegenwärtig. Sie zogen alle vier Fahrzeuginsassen aus dem brennenden Wrack, bevor die Flammen übergreifen konnten. Bei den Insassen handelte es sich um die jugendliche Fahrerin sowie drei männliche Begleiter im Alter von 17 und 18 Jahren.

📍 Ort des Geschehens

Herausfordernder Löscheinsatz

Die Feuerwehren aus Sulz, Sittendorf, Sparbach, Gaaden und Brunn am Gebirge rückten zum Unfallort aus. Die Einsatzkräfte standen vor besonderen Herausforderungen, da die Lithium-Ionen-Batterie des Elektrofahrzeugs immer wieder aufflammte. Um den Akkubrand einzudämmen, musste das Fahrzeug kontinuierlich unter Wasser gesetzt werden. Bei dem verunglückten Elektro-SUV handelte es sich um ein Luxusfahrzeug im Wert von rund 130.000 Euro mit einer Batteriekapazität von 109 kWh.

Alle vier Unfallopfer erlitten Verletzungen unbestimmten Grades. Zwei Personen wurden per Rettungshubschrauber ins Universitätsklinikum St. Pölten beziehungsweise ins AKH Wien transportiert.

Die beiden anderen Verletzten brachten die Rettungsdienste in die Landeskliniken Baden und Mistelbach.

Rechtliche Situation für 17-jährige Fahrer

Wie die Ermittlungen zeigen, verfügte die 17-jährige Lenkerin über eine L17-Fahrerlaubnis, die es Jugendlichen in Österreich nach Absolvierung einer umfassenden Ausbildung und einer vorgeschriebenen Fahrpraxis erlaubt, bereits vor dem 18. Lebensjahr ein Kraftfahrzeug zu führen. Allerdings stellt sich die Frage, ob die junge Fahrerin mit dem hochmotorisierten Fahrzeug, das in nur 4,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt, nicht überfordert war.

Bei Unfällen mit Personenschäden drohen – unabhängig vom Alter der Fahrer – strafrechtliche Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung sowie zivilrechtliche Haftungsansprüche. Die Polizei hat Untersuchungen zum genauen Unfallhergang eingeleitet, um festzustellen, ob überhöhte Geschwindigkeit oder andere Faktoren zu dem schweren Unfall geführt haben.

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KO KOSMO-Redaktion
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