Österreich setzt auf Nachhaltigkeit statt Wegwerfkultur: Ab Dezember 2025 kommt die “Geräte-Retter-Prämie” mit neuem Fokus und schmalerem Budget.
Der Bund setzt ab Dezember 2025 erneut auf finanzielle Anreize für Reparaturen in österreichischen Haushalten. Die neue “Geräte-Retter-Prämie” tritt an die Stelle des im Frühjahr ausgelaufenen Reparaturbonus. Die grundlegende Zielsetzung bleibt unverändert: Elektroschrott reduzieren und Nachhaltigkeit fördern. “Mit der Geräte-Retter-Prämie machen wir nachhaltiges Handeln attraktiver”, betonte Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP). Besonders im Fokus stehen Geräte, die andernfalls entsorgt würden.
Die Förderung konzentriert sich künftig auf klassische Elektrogeräte im Haushalt wie Waschmaschinen, Geschirrspüler, Elektroherde und Staubsauger. Nicht mehr im Förderkatalog enthalten sind hingegen Smartphones, Tablets, E-Bikes, Fahrräder sowie Wellnessprodukte wie Massagesessel oder Fußsprudelbäder. Das Umweltministerium begründet diese Einschränkung mit dem Bestreben, die Förderung langfristig finanzierbar und effizienter zu gestalten.
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Förderstruktur und Bedingungen
Die Grundstruktur der Förderung bleibt weitgehend erhalten: Anspruchsberechtigt sind Privatpersonen mit Wohnsitz in Österreich. Der Förderbon wird online generiert und muss innerhalb von drei Wochen bei einem teilnehmenden Betrieb eingelöst werden. Nach vollständiger Bezahlung der Reparatur erfolgt die Rückerstattung des Förderbetrags auf das Konto. Vorgesehen sind Zuschüsse von bis zu 200 Euro pro Reparatur oder Service sowie maximal 30 Euro für einen Kostenvoranschlag. Die exakten Konditionen werden derzeit noch vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz (BMLUK) ausgearbeitet.
Budget und Umsetzung
Das Jahresbudget für die neue Förderinitiative beläuft sich auf 30 Millionen Euro – deutlich weniger als beim Vorgängerprogramm. Das Ministerium plant nach eigenen Angaben einen gezielteren Einsatz der Mittel. Die Anzahl der kooperierenden Betriebe soll mindestens beibehalten, wenn nicht sogar erweitert werden. Seit 2022 wurden etwa 1,7 Millionen Reparaturbons eingelöst, wobei Smartphones, Kaffeemaschinen, Waschmaschinen und Geschirrspüler besonders häufig repariert wurden. Diese Gerätekategorien bleiben weiterhin Schwerpunkt der Förderung.
Sämtliche Informationen zur neuen Förderung sind auf www.reparaturbonus.at zusammengefasst. Dort wird ab Dezember auch der neue Förderbon verfügbar sein.
Ebenso werden die Liste der teilnehmenden Betriebe und der förderfähigen Geräte auf dieser Plattform veröffentlicht.
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