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Badestreit

Neues Freibad in Wien sorgt schon vor Baubeginn für Streit

Neues Freibad in Wien sorgt schon vor Baubeginn für Streit
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ein altes Freibad weicht, ein neues soll kommen – doch in Floridsdorf regt sich Widerstand, bevor der erste Spatenstich gesetzt ist.

Das Stammersdorfer Kinderfreibad wird nicht saniert – es schließt. An seiner Stelle soll ein neuer Kindergarten entstehen, während die Bezirksverwaltung Wien-Floridsdorf ein neues Kinder- und Familienbad in der Edi-Finger-Straße plant. Das Vorhaben stößt bei Anwohnern bereits auf Widerstand, der sich vor allem an der mangelnden Einbeziehung der Bevölkerung in den Planungsprozess entzündet.

Das neue Bad soll auf einer Fläche von rund 3.500 Quadratmetern errichtet werden und ein Nichtschwimmerbecken, ein Lehrschwimmbecken sowie einen Wasserspielgarten umfassen. Bezirksvorsteher Georg Papai zufolge sind die Bauarbeiten für das Jahr 2028 vorgesehen, die Eröffnung soll im Sommer 2029 erfolgen. Die veranschlagten Baukosten von 5,8 Millionen Euro werden vollständig aus Bezirksmitteln gedeckt. Papai betonte, dass die Suche nach einem geeigneten Grundstück erhebliche Zeit in Anspruch genommen habe: „Wir haben fünf, sechs Jahre nach einem passenden Grundstück gesucht.“

Anrainer-Widerstand

Aus der Nachbarschaft kommt deutliche Kritik. Anrainer bemängeln, nicht ausreichend in die Planung eingebunden worden zu sein, und äußern Bedenken hinsichtlich Lärm sowie der Verkehrsbelastung während der Bauphase und des späteren Betriebs. Da die geplante Anlage unmittelbar an mehrere Privatgrundstücke grenzt, fühlen sich betroffene Bewohner in besonderem Maße betroffen. Informationsveranstaltungen, die zur Entschärfung der Situation beitragen sollten, konnten die Einwände bislang nicht vollständig ausräumen.

Politischer Streit

Auch politisch ist das Projekt nicht unumstritten. Die SPÖ sieht in dem neuen Bad eine wichtige Investition in die Schwimmkompetenz von Kindern und hält fest: „Wien-Floridsdorf ist ein Wasserbezirk, die Kinder müssen hier einfach schwimmen lernen.“ Die ÖVP hingegen zweifelt an der Notwendigkeit des Projekts, während die FPÖ anstelle des Bades leistbares Wohnen einfordert. Bezirksvorsteher Papai tritt den Einwänden entgegen und verweist auf den besonderen Charakter der geplanten Anlage: „Ein Kinder- und Familienbad hat eine andere Dimension als ein klassisches Freibad.“

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KO KOSMO-Redaktion
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