Ein toter Säugling, eine festgenommene 14-Jährige – in Berlin-Lichterfelde erschüttert ein Fall die Ermittler und die Nachbarschaft.
📍 Ort des Geschehens
In Berlin-Lichterfelde wurde die Feuerwehr am Mittwoch um 9.37 Uhr zu einem Hochhauskomplex an der Réaumurstraße gerufen. Passanten hatten einen leblosen Säugling vor einem der Gebäude entdeckt und umgehend den Notruf verständigt. Laut Polizei wurde das Neugeborene im Hinterhof einer Wohnanlage in der sogenannten Thermometersiedlung auf einer Wiese gefunden. Für das Kind kam jede Hilfe zu spät.
Laut Informationen der BILD-Zeitung war dem Baby noch die Nabelschnur angehaftet. Ein Polizeisprecher teilte mit, dass das Kind nach aktuellem Stand der Ermittlungen nur mehrere Stunden bis höchstens einen Tag alt gewesen sei. Die Behörden ordneten eine Obduktion an.
Tatverdächtige festgenommen
Noch am selben Tag nahm die Polizei eine Tatverdächtige fest. Nach Angaben der BILD-Zeitung handelt es sich dabei um die 14-jährige Mutter des Kindes. Ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft bestätigte auf Nachfrage ausschließlich die Tatsache der Festnahme.
Die Ermittler gingen früh davon aus, dass die Verdächtige in einem psychischen Ausnahmezustand gehandelt hatte. Das betroffene Areal wurde weiträumig abgesperrt; Beamte der eingesetzten Mordkommission befragten noch bis in den späten Abend hinein Anwohner – unter anderem danach, ob ihnen hochschwangere Frauen in der Nachbarschaft aufgefallen waren.
Die mutmaßliche Mutter wurde festgenommen und im Anschluss an die Vernehmung in ein Krankenhaus eingeliefert.
Weitere Details sollen im Laufe des Tages von der Staatsanwaltschaft bekanntgegeben werden.