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Staatsfeiertag

Österreicher verbinden den 1. Mai vor allem mit Feierlichkeiten und Arbeitsrechten

Österreicher verbinden den 1. Mai vor allem mit Feierlichkeiten und Arbeitsrechten
FOTO: iStock/Asvolas
2 Min. Lesezeit |

Eine aktuelle IMAS-Umfrage offenbart, dass die Österreicherinnen und Österreicher den 1. Mai vorrangig als Feiertag und als Tag der Arbeit wahrnehmen. Bei der Erhebung wurden die Teilnehmer nach ihren spontanen Gedankenverknüpfungen zum ersten Mai befragt, wobei mehrere Antworten möglich waren.

Unter den genannten Begriffen lassen sich 51 Prozent der Kategorie „Feiertag“ zuordnen, während 45 Prozent in den Bereich „Arbeitnehmer“ fallen. Lediglich zehn Prozent der Nennungen beziehen sich auf traditionelle Bräuche.

Häufigste Assoziationen

Der Begriff „Feiertag“ wurde von 26 Prozent der Befragten spontan genannt, gefolgt von „Arbeitsrechte/Arbeitskampf“ mit 20 Prozent und „Tag der Arbeit“ mit 15 Prozent. Weitere 13 Prozent verbinden den 1. Mai unmittelbar mit „arbeits- bzw. schulfrei“, während zehn Prozent an den „Staatsfeiertag“ denken.

Jeweils neun Prozent der Umfrageteilnehmer assoziierten die „Sozialdemokraten“ oder den „Maiaufmarsch“ mit diesem Datum.

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Traditionelle Bräuche

Festliche Aspekte wie Musik und kulinarische Angebote wurden von sechs Prozent erwähnt, das „Maibaumsetzen“ von vier Prozent. Bemerkenswert ist, dass zwölf Prozent der Befragten keinerlei Assoziationen zum 1. Mai hatten, während 62 Prozent einen Begriff und 26 Prozent mehrere Begriffe nannten.

Die Datengrundlage der Untersuchung bilden persönliche Interviews mit 1.022 Personen ab 16 Jahren, die im Feber durchgeführt wurden.

Historische Bedeutung und regionale Unterschiede

Die unterschiedliche Wahrnehmung des 1. Mai spiegelt auch die historische Entwicklung des Feiertags wider. Nach dem Ende der Monarchie wurde der Tag im Jahr 1919 von der österreichischen Nationalversammlung offiziell zum gesetzlichen Staatsfeiertag erklärt. Bis heute ist der 1. Mai vor allem in Wien durch die traditionellen Maiaufmärsche der Sozialdemokratie geprägt, während in ländlichen Regionen das Brauchtum rund ums Maibaumsetzen stärker im Vordergrund steht.

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Historisch haben politische Bewegungen der Arbeiterklasse den Tag besonders geprägt, mit Fokus auf zentrale Errungenschaften wie den 8-Stunden-Tag, faire Löhne und soziale Sicherung. Diese Themen bleiben angesichts aktueller Debatten um Arbeitsbedingungen und den Sozialstaat weiterhin gesellschaftlich relevant.

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KO KOSMO-Redaktion
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