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Demografiewandel

Österreichs heimlicher Zuwanderungs-Hotspot liegt in Niederösterreich

Österreichs heimlicher Zuwanderungs-Hotspot liegt in Niederösterreich
(Foto: iStockphoto)
3 Min. Lesezeit |

Österreichs Bevölkerung wächst ausschließlich durch Zuwanderung – mit einem Nettoplus von 50.000 Menschen im Vorjahr. Besonders attraktiv: der Bezirk Bruck an der Leitha.

In Österreich leben aktuell rund 9 Millionen Menschen, wobei 2,5 Millionen einen Migrationshintergrund aufweisen. Diese demografische Kennzahl steigt kontinuierlich an und verdeutlicht, dass der Bevölkerungszuwachs im Land ausschließlich auf Zuwanderung zurückzuführen ist. Die Wanderungsbilanz des vergangenen Jahres zeigt: 178.574 Personen zogen aus dem Ausland nach Österreich, während 128.469 Menschen das Land verließen – ein Nettozuwachs von etwa 50.000 Personen. Die Bundeshauptstadt Wien verzeichnet dabei mit fast 40 Prozent den signifikantesten Anteil an diesem Wachstum.

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Bundesländer im Vergleich

Auf der Bundesländerebene positioniert sich Niederösterreich mit einem Wanderungssaldo von 5.646 Personen an vierter Stelle, während Oberösterreich und Salzburg noch höhere Zuwachsraten aufweisen. Bemerkenswert ist, dass das flächenmäßig größte Bundesland bei der Binnenwanderung zwischen den Bundesländern die Spitzenposition einnimmt – nach Abzug aller Zu- und Wegzüge verblieben hier mehr als 3.600 Personen. Dahinter folgen das Burgenland mit 1.088 und Wien mit 832 Personen.

Regionale Hotspots

Besonders dynamisch entwickelt sich der niederösterreichische Bezirk Bruck an der Leitha, der die höchste Zuwanderungsattraktivität aufweist. Fast 3.000 Menschen aus dem Ausland siedelten sich in der Stadtgemeinde an, während 1.156 Personen den Bezirk verließen – ein positiver Saldo von 1.833. Der Bezirk Baden folgt mit einem Plus von 1.157, während Korneuburg und Hollabrunn mit Werten von 355 bzw. -67 deutlich abfallen. Im österreichweiten Vergleich rangiert Bruck an der Leitha auf dem vierten Platz nach Wien-Favoriten, Graz und Linz. Auffällig ist zudem, dass unter den 15 Bezirken mit dem höchsten Wanderungssaldo sieben aus Wien stammen.

📍 Ort des Geschehens

Attraktivitätsfaktoren von Bruck an der Leitha

Der hohe Zuzug nach Bruck an der Leitha hat mehrere Gründe. Bereits im Jahr 2021 lag der Anteil der im Ausland geborenen Bevölkerung im Bezirk bei 20,6 Prozent – deutlich über dem niederösterreichischen Durchschnitt. Als wesentliche Attraktivitätsfaktoren für Zuwanderer gelten vor allem die Nähe zur Bundeshauptstadt Wien und die hervorragende Verkehrsanbindung. Aktuelle Erhebungen zeigen, dass sich die internationale Zuwanderung besonders auf das Wiener Umland konzentriert, wobei Bruck an der Leitha landesweit die stärkste Zunahme durch Außenwanderung verzeichnet.

Bemerkenswert ist auch die Zusammensetzung der Zuwanderung: Ein Drittel des Wanderungsgewinns bei nicht-österreichischen Staatsangehörigen in Niederösterreich entfällt auf Personen aus EU- oder EFTA-Staaten. Die größten Zuwanderergruppen bilden dabei Deutsche, Ungarn und Kroaten, was die Bedeutung der geografischen Lage des Bezirks an wichtigen Verkehrsachsen in Richtung Ungarn und Balkan unterstreicht.

Diese demografischen Kennzahlen bestätigen die zentrale Erkenntnis des Jahrbuchs der Statistik Austria zu Migration und Integration.

Die Zuwanderung ist der entscheidende Faktor für das Bevölkerungswachstum in Österreich.

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KO KOSMO-Redaktion
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