Weniger Mehrwertsteuer, günstigere Preise im Regal – die neue Regelung zeigt messbare Wirkung beim täglichen Einkauf.
Seit dem 1. Juli 2026 gilt in Österreich für ausgewählte Grundnahrungsmittel ein reduzierter Mehrwertsteuersatz – gesenkt von zehn auf 4,9 Prozent. Der reduzierte Satz gilt dabei nur für die in Anlage 3 des Umsatzsteuergesetzes per Kombinierter Nomenklatur genau definierten Nahrungsmittel. Und die ersten Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die Entlastung kommt tatsächlich bei den Konsumentinnen und Konsumenten an. Die von der Arbeiterkammer Oberösterreich unterstützte Plattform preisrunter.at hat die Preise der betroffenen Produkte unmittelbar vor und nach dem Stichtag verglichen.
Klare Ergebnisse
Das Ergebnis: Bei knapp 7.000 analysierten Artikeln wurden rund 90 Prozent der rechnerisch möglichen Preissenkung direkt im Regal umgesetzt. Einzelne Händlerinnen und Händler gingen dabei sogar über das erforderliche Maß hinaus und senkten ihre Preise stärker als durch die Steuersenkung vorgegeben.
Darüber hinaus beobachtete die Plattform die Preisentwicklung bereits seit der Ankündigung der Maßnahme im Jänner 2026. Den Auswertungen zufolge gab es keinerlei Anzeichen dafür, dass Lebensmittelpreise in den Wochen vor dem Inkrafttreten künstlich angehoben worden wären.
Alltägliche Ersparnis
Konkrete Beispiele verdeutlichen die Veränderungen im Alltag: Wie die Kronen Zeitung berichtete, wurden Salatgurken um 18 Cent günstiger, Eier um 15 Cent, Erdäpfel um 14 Cent und Brot im Schnitt um 13 Cent günstiger.