Start News Chronik Ort am Balkan wird zur „Stadt des Todes“
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Ort am Balkan wird zur „Stadt des Todes“

Symbolbild (FOTO: iStockphotos)

Der griechische Ort Malesina und die rund 4000 Einwohner werden wegen deren Corona-Hotspot immer berühmter. Derzeit gibt es mindestens 13-Corona-Tote und etliche Infizierte in nur wenigen Wochen. Der Grund dafür ist, dass sich die Einwohner so verhielten, als gebe es Corona gar nicht.

Eine Hochzeitsfeier soll der Auslöser der Tragödie gewesen sein. Ende Februar waren 30 Menschen in der Kirche und über 200 Gäste vor der Kirche. Zeugen berichten, dass keiner eine Maske trug. Die Kirche musste die Türen abschließen, um zu verhindern, dass nicht mehr Menschen reinkommen. Medien berichten, dass der Priester deswegen beschimpft wurde.

Die griechischen Medien berichten, dass die Menschen weder Abstand hielten noch trugen sie Masken. Weiteres sperrte die Gastronomie, trotz Verbots auf und lockten somit etliche Gäste, die am Abend gemeinsam noch ein Fußballspiel verfolgten.

Derzeit werden in umliegenden Städten infizierte Bürger Malesinas versorgt. Dass Gesundheitsminister Vassilis Kikilias dem einen vollständigen Lockdown mit starken Polizeikontrollen verordnete, konnte die Virus-Ausbreitung nicht mehr bremsen. Jedoch sei nicht nur die Hochzeit der einzige Grund. Insgesamt hätten die Bürger nicht an die Maßnahmen gehalten.

Die Bürger hätten sich insgesamt nicht an die Maßnahmen gehalten. „Das ist, was passiert, wenn in einer kleinen Gemeinschaft die Verweigerer in der Mehrheit sind“, bilanzierte Bürgermeister Thanassis Zekentes.